Finanziert Agua para Bolívar – nachhaltige Wasserversorgung

Cochabamba, Bolivien

Finanziert Agua para Bolívar – nachhaltige Wasserversorgung

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Ziel dieses Projekts "Agua para Bolívar – nachhaltige Wasserversorgung in Bolivien" ist es, die Lebenssituation der Menschen zweier Dörfern im Hochland von Bolivien deutlich zu verbessern.

S. Wilhelm von Ingenieure ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung der Wasserversorgung für die ca. 120 Personen der Dörfer Condorhuacha und Kochipata der Gemeinde Bolívar. Diese zählt zu den 30 ärmsten Gemeinden Boliviens.

In der Projektregion ist das Hauptproblem die Wasserversorgung. In beiden Dörfern gibt es Wasserversorgungsnetze, die allerdings aus verschiedensten Gründen nicht funktionieren. So müssen die Bewohner jeden Tag zu Fuß zu den jeweiligen Wasserstellen gehen. In Condorhuacha müssen die Bewohner mit einer äußerst geringen Wassermenge auskommen: knapp 7,5 L Wasser pro Person und Tag. Laut WHO hat dies einen starken bis sehr starken Einfluss auf die Gesundheit. Zudem ist das Wasser von einer Qualität, die nach bolivianischem Gesetz nicht trinkbar ist.

Mit folgenden Maßnahmen wollen wir in zwei Projektphasen und einer abschließenden Evaluation die Situation in Bolívar deutlich verbessern:

Vorhandene Bauwerke sollen durch das Beheben von Planungs- und Baufehlern nutzbar gemacht werden um auf die bekannten Wasserressourcen zugreifen zu können. Dazu wird in der ersten Projektphase in der Trockenzeit 2012 ein versandeter Damm in Schuss gebracht und mit einem Drainagesystem zur Wassergewinnung nutzbar gemacht. Durch Brunnenbohrungen im Dorf soll weiterhin versucht werden bislang unerschlossenes Grundwasser zu fördern. Dort wo keine Gravitationsleitungen möglich sind, soll Wasser mittels regenerativer Energien (Windkraftanlagen) gefördert werden, um die Menschen vor Ort zu entlasten. Dazu hat Ingenieure ohne Grenzen zusammen mit den Bewohnern in Kochipata bereits eine angepasste low-tech Windkraftanlage zu Testzwecken installiert.

Um die Wasserqualität im Verteilungsnetz zu verbessern, wird das Wasser an der Gewinnungsstelle gefiltert. Zudem werden in der zweiten Projektphase (in der Trockenzeit 2013) die bislang offenen Wasserentnahmestellen und –verteilungspunkte umgestaltet, sodass eine Kontamination des Wassernetzes bei Wasserentnahme vermieden werden kann. Auch soll das Wäsche waschen, Tränken der Tiere und Entnahme des Wassers für den täglichen Bedarf zukünftig nicht mehr im selben Becken statt finden.

Im Jahr nach den beiden Projektphasen wird in einer Evaluation vor Ort der Projekterfolg überprüft.

Mit Ihrer Unterstützung können wir die geplanten Maßnahmen umsetzen und den Menschen in Condorhuacha und Kochipata so zu einer besseren Lebensqualität verhelfen.

WICHTIG: Aus organisatorischen und technischen Gründen werden die Bedarfe für die zweite Projektphase (15470€) und die Evaluation (6660€) zunächst gelöscht. Genaueres unter --> Neuigkeiten