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"Von der Theorie in die Praxis" - ein Begegnungszentrum im Quartier

Ein Projekt von Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V.
in Coesfeld, Deutschland

Junge Erwachsene in Ausbildung im sozial-und Gesundheitswesen sollen den realen Arbeitsalltag mit seinen komplexen Zusammenhängen erfassen lernen, notwendige Ziele und Lösungen erarbeiten und diese in der Praxis umsetzen.

Laura Lausemann
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Über das Projekt

Wir haben mit der Liebfrauenschule  Coesfeld ein gemeinsames Kooperationsprojekt im Rahmen einer Quartiersentwicklung auf den Weg gebracht. Dabei wurde ein kleines Begegnungszentrum in der Mitte der Stadt für Schülerinnen und Schüler, Lehrer und der breiten Öffentlichkeit angemietet. Grundgedanke ist, dass in diesen Räumlichkeiten Begegnung, Beratung, Kunst und Kultur möglich sein wird. Das Projekt beinhaltet primär den Schwerpunkt Quartiersentwicklung - die Kombination aus Bildung, Kunst und Kultur, soziale Arbeit und offene Begegnung wird eine Bereicherung für die Innenstadt von Coesfeld sein. Junge Erwachsene in Ausbildung im sozial-und Gesundheitswesen sollen den realen Arbeitsalltag mit seinen komplexen Zusammenhängen erfassen lernen, notwendige Ziele und Lösungen erarbeiten und diese in der Praxis umsetzen. Das Projekt beinhaltet das Zusammenspiel von Ausbildung und Praxis sozialer Arbeit im konkreten Feld des Quartiersmanagements. Coaching, Mentoring und Förderung benachteiligter Gruppen; Beratungsangebote, Fortbildungsangebote, Kulturveranstaltungen, Möglichkeit zur Praktika in den vielfältigsten Bereichen trotz Pandemiebedingter Kontakteinschränkungen. Wir erwarten vonseiten der Schülerinnen und Schüler eine positivere Herangehensweise als Berufseinsteiger; weniger Ausbildungsabbrüche, bessere Aufklärung aufgrund der praktischen Lehrinhalte und aufgrund des auch offenen Austausches untereinander. Das Quartier hat gdrundsätzlich das Problem, Menschen in Arbeit zu bringen. Ausbildungsabbrüche vermeiden, realistisches Bild vom zukünftigen beruflichen Alltag zu bekommen; Akzeptanz und Toleranz für Menschen am Rande der Gesellschaft aber auch gleichzeitig Teilhabe am Gesellschaftlichen Leben über die Vermittlung von Arbeit und Wohnung hinaus. Klärung des Zusammenhangs von Armut u.Krankheit im Kontext der realen Lebensgestaltung; d.h. es geht um die Erfassung der gesamten Lebenswelt inkl. der Menschen, die im Umfeld der von Armut&Krankheit betroffenen Menschen leben (Eltern, Lehrer, Nachbarn,Arbeitgeber). Durch die Corona Pandemie ist der gesamte Sozialraum in Bewegung geraten, die für Teile der Gesellschaft negative Konsequenzen mit sich bringt. Es ist innerhalb des Projektes angedacht, das benachbarte Seniorenheim mit einzubeziehen. Für den einen oder anderen Schüler könnte die Arbeit in der Altenhilfe der berufliche soziale Einstieg sein. Übergeordnetes Ziel ist, die Erreichbarkeit der Menschen im Sozialraum für ein gemeinsames Miteinander zu erhöhen. Kunst- und Kulturveranstaltungen im Laden und im öffentlichen Raum (Schlosspark) für den Sozialraum tragen wesentlich dazu bei, eine Identität mit dem Quartier, in dem man lebt und arbeitet zu erhöhen. Innerhalb des Gesamtprojekts ist es beabsichtigt, mit Unterstützung der zukünftigen Sozialhelfer und Erzieher einen innerstädtischen ökologischen Fahrdienst mittels einer E-Rikscha zu etablieren. Dabei ist es erklärtes Ziel, die Nutzer eines solchen Angebotes nicht darauf zu zielen, lediglich die Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, sondern gleichzeitig die Bedeutung für ein zeitgemäßes Quartiersmanagement kennen und schätzen zu lernen.

Dieses Projekt wird auch unterstützt über