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Corona - Sicher gelüftet im Klassenzimmer

Ein Projekt von Förderverein des F-M-Schwerd Gymnasiums, Speyer
in Speyer, Deutschland

Das Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium hilft sich selbst: Eltern krempeln die Ärmel hoch und installieren selbst gebaute Entlüftungsanlagen in den Klassenräumen, damit die Schüler*innen bei jedem Wetter in gut gelüfteten Räumen sicher lernen können.

Stefan Götting
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Über das Projekt

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Nach den Erfahrungen mit langen Homeschooling-Pausen wollen Schüler*innen und Lehrkräfte zurück in die Klassenzimmer und dort bleiben, denn nichts ist besser als der direkte Kontakt im Unterricht vor Ort. Allerdings ist das Virus nicht verschwunden und das Lüften weiter alle 20 Minuten Pflicht. 

Damit im Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium in Speyer nicht ständig spannende Diskussionen oder kreative Gruppenarbeit durch Lüftungspausen unterbrochen werden müssen, haben sich Eltern zusammengetan, um alle 42 Klassenräume und Fachsäle mit selbst gebauten Entlüftungsanlagen auszustatten, die kontinuierlich das Virus tragenden Aerosole mit der verbrauchten Luft absaugen und frische Luft nachströmen lassen. So wird in einer Stunde die Luft im Raum dreimal komplett ausgetauscht.

Die Anlage wurde zuerst mit Blick auf das Konzept des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz konzipiert und dann schrittweise deutlich angepasst: Die Abluft wird durch zahlreichen Öffnungen in Lüftungsrohre unter der Raumdecke gesaugt und dann von einem Rohrventilator ins Freie geführt. Frische Luft strömt durch die geöffnete Zimmertüre nach. Die Verwendung von Wickelfalzrohren garantiert eine lange Lebensdauer, da uns das Virus und seine Mutationen sicher noch einige Zeit begleiten werden. 

Zwei Pilotanlagen wurden bis Ende April 2021 in Klassenräumen installiert und baulich vom Schulträger abgenommen. Inzwischen sind 19 Klassenzimmer im Altbau des Gymnasiums ausgestattet (Stand 24.08.2021). Es werden handelsübliche Bauteile verwendet, so dass vieles einfach nur zusammengesteckt werden muss, bevor es dann sicher an der Decke verschraubt wird.

An bisher vier Wochenenden haben Montage-Teams aus Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften ehrenamtlich die Anlagen in den Räumen angebracht. Ein Bauphysiker, ein Architekt, und zwei Ingenieure - alle ebenfalls ehrenamtlich aus der Elternschaft -  leiten hier fachmännisch an. Ein kleines Kernteam organisiert im Hintergrund die Planung pro Raum, die Beschaffung des Materials und die Planung der Einsätze.

Also Lohnkosten entstehen bisher keine, doch ohne Material geht nichts und das muss erstmal gekauft werden. Dafür benötigen wir Ihre Spende!