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Kampf der Räude bei Mensch und Tier in Chile

Ein Projekt von FinnDomingo e.V.
in Lota, Chile

In Chile ist die Räude eine häufige Krankheit bei Hunden, aber auch Menschen und gerade Kinder infizieren sich damit. Informationsangebote sowie regelmäßige Tierarzttage für Hunde sozial schwacher Familien sollen Abhilfe schaffen. Deine Hilfe zählt!

E. Stähr
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Über das Projekt

Unwissenheit und Gleichgültigkeit haben dazu geführt, dass in Chile nicht nur bis zu 10 Mio. Straßenhunde teilweise erbärmlich leben und sterben, sondern dass sich oft auch gerade Kinder mit Zoonosen infizieren, Krankheiten also, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. 
 
In den Gemeinden des Großraums Concecpción sind  neben Würmern und durch Flöhe übertragenen Erkrankungen besonders diverse Räudeformen ein wachsendes Problem. Räude verursacht langwierige Enzündungen v.a. der Haut und begünstigt weitere Infektionen im gesamten Körper. Sie wird beim Menschen sehr häufig gar nicht erkannt, sondern als "Allergie" abgetan. 

Auch hier bleiben die Warnungen und Bitten der chilenischen Tierschutzvereine also in aller Regel ungehört.  Mit inzwischen 13 Vereinen, die sich alle um die tiermedizinische Versorgung, die Kastration und die Vermittlung von Streunerhunden kümmern, arbeitet FinnDomingo e.V. zusammen und unterstützt in den Bereichen Bildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit und praktisch-operative Arbeit. 
 
 Für letzteren Bereich bedeutet das: Wir füllen nach und nach verschiedene "Töpfe", aus denen die Mitglieder des Netzwerks Mittel beziehen können. Die Töpfe sind zwar nur klein, aber trotzdem hilfreich. Es gibt bereits einen "Pfeil-Topf" (wenn verwilderte Hunde mittels Blasrohr betäubt werden müssen) und einen "Parasiten-Topf" (Wurm- und Flohbehandlung). Jetzt soll ein "Räudetopf" eingerichtet werden, um diese verbreitete Zoonose in einer großangelegten gemeinsamen Aktion planvoll und effizient bekämpfen zu können. 
 
Zudem sollen ein Jahr lang an drei Kindergärten der Region Informationstage stattfinden und regelmäßige Tierärztliche Behandlungstage für die Hunde der Familien angeboten werden, um gezielt den Infektionsdruck in diesem besonders gefährdeten Umfeld zu senken.