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Leuchtturmprojekt altersübergreifendes Hospiz

Homburg, Deutschland

Kinderhospiz & Erwachsenenhospiz vereint in einem Baukörper mit Begegnungsräumen. Bestmöglicher Erhalt der Lebensqualität, Nähe, Zuwendung, Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Im Mittelpunkt steht der erkrankte Mensch&seine An-/Zugehörigen

Katja Krupp von Förderverein altersübergreifende Palliativmedizin | 
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Über das Projekt

Dank Innovationen in der Medizin und einer verbesserten Versorgung erreichen immer mehr Kinder mit lebensbegrenzenden Erkrankungen das Erwachsenenalter. Ein Beispiel hierfür ist Mukoviszidose. Noch vor nicht allzu vielen Jahren sind die allermeisten Patienten noch vor Erreichung des 18. Geburtstages verstorben. Mittlerweile beträgt die mittlere Lebenserwartung für ein heute Neugeborenes mit Mukoviszidose über 50 Jahre. Da üblicherweise aber irgendwann der Übergang von der Kindermedizin in die Erwachsenenmedizin erfolgt – hierzu gibt es den medizinischen Fachbegriff der Transition – finden sehr häufig Versorgungs- und Beziehungsabbrüche für diese Patienten statt. 

Im Bereich der Kinderhospize hat man versucht, diesem Umstand Rechnung zu tragen in dem mittlerweile fast alle Kinderhospize eigene Jugendhospize angebaut oder angegliedert haben. Hier werden nun Patienten – dies ist von Einrichtung zu Einrichtung verschieden -  entweder bis 27 Jahre oder bis 35 Jahre aufgenommen. Aber auch dann erfolgt natürlich wieder ein Bruch für diese Patienten.  

Wir möchten hier ganz bewusst gerade für lebensbegrenzend erkrankte Menschen, die längerfristig versorgt werden müssen, einen medizinischen, therapeutischen aber auch menschlichen Kontinuitätsfaktor bieten. Darüber hinaus bilden sich in der Kombination von Jung und Alt ganz neue spannende Begegnungsräume, von denen beide Seiten profitieren können. Unsere gemeinschaftliche Versorgung ist ein gelebtes Mehrgenerationen-Projekt, wir heben die künstliche Trennung von Jung und Alt auf. Einsame ältere Menschen, die keine Angehörigen mehr haben, profitieren von einem Umfeld, in dem wieder Leben spürbar wird. Durch gemeinsame Begegnungsräume aber auch Rückzugsmöglichkeiten kann jeder die für ihn individuelle Dosis an Nähe oder Distanz und Begegnung finden.  

Durch die medizinische Expertise sowohl aus dem Bereich der Kindermedizin als auch der Erwachsenenmedizin ist sichergestellt, dass auch ältere Hospizgäste mit Erkrankungen, die der der Kindermedizin zugehörig sind, entsprechend auf höchstem fachlichen Niveau weiterversorgt werden können.  
Dieses Konzept leben wir seit Oktober 2016 auf der europaweit ersten und bislang einzigen altersgemischten Palliativstation. 

Die Etablierung eines altersübergreifenden Hospizes ist der nächste logische und folgerichtige Schritt hin zu einer vollumfänglichen Diagnose und altersübergreifenden Versorgung von Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen, die bestmögliche medizinisch-pflegerische Versorgung mit der für die Patienten und ihrer An- und Zugehörigen so wichtigen Kontinuität durch bekannte und vertraute Ansprechpartner verknüpft. Dieses bundesweit einzigartige Konzept verstärkt noch weiter den Leuchtturm-Charakter der saarländischen Hospiz- und Palliativversorgungskultur.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2021

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