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Das Vermächtnis der Mädchen von Zimmer 28. Bildungsprojekt.

Ein Projekt von Room 28 e.V.
in Berlin, Deutschland

In Form einer Ausstellung und eines multimedialen Bildungsprojektes vermitteln wir das Theresienstädter Vermächtnis der "Mädchen von Zimmer 28" an junge Menschen. Ein Holocaust Projekt gegen Antisemitismus, für Kunst und Kultur und Menschlichkeit.

Hannelore Brenner
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Über das Projekt

Dreißig Mädchen, 12-13 Jahre alt, in einem Raum von etwa 30 qm. Es gibt nicht genug zu essen, es gibt Läuse, Wanzen und Epidemien. Und immer wieder Transporte nach Osten. Das ist die Situation der Mädchen im Zimmer 28 im Ghetto Theresienstadt. Ihr Schicksal wäre vergessen, hätte nicht Helga Pollak Tagebuch geführt und ihre Freundin Flaška ihr Poesiealbum aufbewahrt. 

Die, die überlebten, trafen sich nach über 40 Jahren wieder. Helga und Flaška beschlossen, etwas zu tun, um der ermordeten Mädchen im Zimmer 28 zu gedenken. Die meisten ihrer einstigen Weggefährtinnen schlossen sich an. Ein Erinnerungsprojekt begann.

Die Geschichte dieser Mädchen ist mehr als eine weitere Geschichte zum Holocaust. Sie ist zugleich Würdigung jener Erwachsener im Ghetto, die den Kindern erfahrbar machten, wie wichtig Kunst, Kultur und Menschlichkeit sind im Ringen um Selbstbehauptung, um die Behauptung der eigenen Identität und Würde. Die Geschichte ist auch ein Modellfall der Erinnerung und des Gedenkens an das Schicksal der europäischen jüdischen Kinder, und dank vieler originaler Dokumente und Zeugnisse und der multimedialen Aufbereitung - Buch, Ausstellung, Theaterstück - einzigartig.

"Wir wollen, dass mit der Erinnerung an unsere Freundinnen und an all die wunderbaren Menschen, die sich um uns Kinder im Ghetto Theresienstadt kümmerten, auch jene Werte weiterleben, die für uns wichtig wurden und es bis heute sind: Toleranz, Mitgefühl, Bildung, Kultur, Freundschaft und Liebe", so Anna Hanusová. Viele Jahre begleiteten sie und ihre Freundinnen die Ausstellung, und so wurde daraus ein lebendiges Erinnerungsprojekt mit internationaler Strahlkraft.

Heute, nachdem fast alle Frauen aus diesem Kreis von uns gegangen sind, gilt es, ihr Vermächtnis lebendig zu halten als Mahnung dafür, wie schnell selbst in einer modernen Zivilgesellschaft der Rechtsstaat abgeschafft und ganze Bevölkerungsgruppen bedroht, verfolgt und ermordet werden können, "wenn gutwillige Menschen" - wie Handa Drori, eine der Überlebenden von Zimmer 28, sagt, "gleichgültig sind und es hasserfüllten Fanatikern erlauben, an die Macht zu kommen."

Vermittels der Ausstellung und des Bildungsprojekts tragen wir die Geschichte vor allem unter jungen Menschen und gemeinsam mit Pädagog*innen und Akteuren im Kunstbereich weiter. Denn "Room 28 is a tool for a better world and future", so Karen Zolko, Managerin der Ausstellung "As meninas do Quarto 28" in Brasilien. Damit wir in diesem Sinne wirken können, ist es unser Ziel, einen außerschulischen Lernort zu schaffen. www.room28education.netwww.room28.net
Genf. Vereinte Nationen. Ausstellung und Hymne der Mädchen Zimmer 28.