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Ausgesummt! - Insektensterben 50 Jahre Forschung

Ein Projekt von Forschungsstation Randecker Maar e.V.
in Kirchheim unter Teck, Deutschland

Die an unserer Forschungseinrichtung auf der Schwäbischen Alb seit über 50 Jahren betriebenen Untersuchungen zu Insekten und Vögeln sind deutschlandweit einmalig. Spenden Sie zur Erhaltung unserer Umwelt!

Wulf Gatter
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Über das Projekt

AUSGESUMMT: Das Insektensterben ist in aller Munde, doch verlässliche Daten zum wahren Ausmaß dieser Katastrophe fehlen. Wir haben diese Daten in über 50-jähriger Beobachtung erhoben. Nun gilt es das umfangreiche Material auszuwerten, um der Politik Handlungsanleitungen zu geben und gezielte Maßnahmen zum Insektenschutz zu ergreifen. Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung: 22.500,-€ Dateneingabe aus fünf Jahrzehnten; 13.000,-€ Auswertung durch Biologen und Statistiker; 12.000,-€ Datenaufbereitung, Publikation, Maßnahmenvorschläge. 
Seit 1969 wird an der Forschungsstation Randecker Maar e.V. in einem deutschlandweit einmaligen Projekt der Vogel- und Insektenzug erforscht: https://randecker-maar.de/. Der tief in den Steilabfall der Schwäbischen Alb eingeschnittene Vulkankrater des Randecker Maars erleichtert Vögeln und Insekten die Überwindung der Gebirgshöhe und bündelt hier ihren Zug nach Süden auf Augenhöhe. Die trichterartige Konzentration des Zuges am Randecker Maar erleichtert auch die Beobachtung und Erfassung. Vögel und Insekten werden hier seit über fünf Jahrzehnten lückenlos und mit standardisiert wissenschaftlichen Methoden erfasst. Bereits in den 1950er und 1960er Jahre haben landesweite Vergiftungsflüge mit DDT zu einem starken Rückgang von Insekten geführt. Neben Schädlingen der Landwirtschaft verschwanden damals auch Schmetterlinge, Hirschkäfer und Maikäfer. Ihre Bestände habe sich bis heute nicht erholt. Viele Herausforderungen sind inzwischen hinzugekommen, wie Landbewirtschaftungstechniken und der Einsatz von Neonicotinoiden und Glyphosat. Unsere zum Vogelzug bereits publizierten Ergebnisse machten die Bedeutung unserer Station rasch bekannt. Über 700 Mitarbeiter, Wissenschaftler und Hobby-Biologen aus ganz Europa haben inzwischen an diesem Programm mitgewirkt, das alljährlich in der Zugsaison bis über 100 Tage währt. Ausgewertet haben wir neben den Vögeln bislang nur einen kleinen Teil von drei artenreichen Insektengruppen: Schwebfliegen, Waffenfliegen und Schlupfwespen. Die Ergebnisse sind niederschmetternd! Bei den Schwebfliegen zeigt die Erfassung in 50 Jahren einen Rückgang um 97 %. Erst vor einigen Wochen wurde in der Landesschau, im Deutschlandfunk und in Fernsehbeiträgen der Tagesschau über unsere Arbeit berichtet. Printmedien von FAZ, Zeit bis zur Süddeutschen griffen das Thema auf. Die Auswertung der Daten vieler Arten von Schmetterlingen, wie tausender Tagpfauenaugen an einem Tag, von Libellen, Käfern und weiterer Großinsekten, die seit über fünf Jahrzehnten zusammen mit ziehenden Vögeln erfasst wurden, steht jedoch noch aus. Angesichts des dramatischen Wandels unserer Umwelt muss dieses Material rasch aufgearbeitet und der Öffentlichkeit und der Politik zugänglich gemacht werden. Mit Ihrer Spenden können Sie dabei helfen! 
Als Spender erhalten Sie: Jahresbericht der Aktivitäten und Ergebnisse, namentliche Erwähnung als Spender in unseren Publikationen, Spendenbescheinigung, Einladung an die Station während der Beobachtungssaison.