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Die große Freiheit "erfahren"

Neukirchen-Vluyn, Deutschland

Wir wollen Rikscha-Fahrräder für Seniorinnen und Senioren in unseren stationären Altenhilfeeinrichtungen anschaffen.

Robert van Beek von Neukirchener Erziehungsverein | 
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Über das Projekt

Adelheid Pingen und Anna Landskron waren die ersten beiden Passagiere, als im Sommer 2020 ein Rikscha-Fahrrad leihweise im Matthias-Jorissen-Haus in Neukirchen zum Einsatz kam. Nach anfänglicher Skepsis, ob das auch sicher sei, ob man bequem sitzen würde und ob der Fahrer, der kräftig in die Pedale treten muss, überhaupt das Gefährt in Bewegung bringen würde, waren die beiden Damen schnell begeistert.

Im vergangenen Sommer und Herbst, insbesondere nach den Corona-Einschränkungen, haben viele unserer Senioren die Ausfahrten sehr genossen.

„Wenn wir unsere Einrichtung verlassen haben, dauert es nicht lange, bis wir die Blicke auf uns ziehen. Die Menschen, denen wir begegnen, sind neugierig, wer da kommt. Sie winken, rufen und freuen sich mit uns. Unser Aktionsradius hat sich durch die Rikscha sehr vergrößert. Wir können über 50 Kilometer weit fahren, so lange hält der Akku. Im Sommer haben wir Eisdielen angefahren, sind durch die Felder am Niederrhein geradelt, haben im Wald ein Picknick gemacht, einen  Bauern in seinem Hofladen besucht. Und immer kommen wir ganz schnell mit anderen Menschen ins Gespräch. Die Rikscha ist ein wahrer Magnet. Und unsere Senioren sind nach den Ausflügen wie ausgewechselt, sie strahlen und sind glücklich. Eine bessere Therapie kann ich mir nicht vorstellen!“ (Steffi Torka, eine unserer ausgebildeten Rikscha-Pilotinnen)

Die Rikscha, die in Neukirchen-Vluyn zum Einsatz kommt, ist eine besondere Anfertigung. Auf der vorderen Sitzbank können ganz bequem zwei Passagiere Platz nehmen. Sie sind durch eine passende Überdachung bei Wind und Wetter gut geschützt. Hinter ihnen sitzt der Pilot, der mit Muskelkraft, unterstützt durch einen Elektromotor, das Rikscha-Fahrrad in Bewegung setzt. Für das Führen dieses Gefährts ist eine spezielle Schulung erforderlich, in der das Rangieren, Anfahren und Bremsen erlernt werden muss. Der Pilot erhält danach ein Zertifikat, dass ihm die Beförderung von Personen erlaubt.

„Ich hätte nie geglaubt, wie schön diese Ausfahrten sein können. Selber Fahrrad fahren kann ich seit Jahren nicht mehr, aber mit dem Rikscha-Fahrrad ist es fast genauso. Wir sind draußen, ganz nah an der Natur. Wir können durch Wald und Feld fahren, es ist ein wunderbares Gefühl der Freiheit. Ich freue mich auf jede Ausfahrt, selbst Regen macht uns nichts aus!“ (Adelheid Pingen, 87 Jahre alt und begeisterte Mitfahrerin der ersten Stunde)

WOFÜR BENÖTIGEN WIR IHRE SPENDE?

„Die Anschaffungskosten eines Rikscha-Fahrrades liegen bei rund zehntausend Euro. Dieses Modell ist sehr stabil gebaut, hat einen starken Elektromotor und erfüllt erhöhte Sicherheitsanforderungen. Wir legen großen Wert auf die Sicherheit unserer Bewohner, daher muss auch jeder Pilot geschult werden. Im Matthias-Jorissen-Haus wollen bereits über zehn weitere Kolleginnen und Kollegen Rikscha-Pilot werden. Und das Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner ist enorm. Mit einer eigenen Rikscha könnten wir täglich Ausfahrten unternehmen, wir wären viel
flexibler .“ (Dörthe Krüger, Einrichtungsleitung)
Zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2021