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Impfstrukturen in Afrika: Hilfe für die Schwächsten & Gebot der Vernunft

Nelspruit, Südafrika

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie kann nur global gewonnen werden. Sobald die Impfstoffe auch in Afrika vorhanden sind, muss es entsprechende Logistik und Lagermöglichkeiten geben, die diesen Impfstoff der Bevölkerung zugänglich macht.

M. Leonhardt von AMREF Deutschland e.V. (Geschäftsstelle Berlin) | 
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Über das Projekt

„Hoffnung ist der Pfeiler der Welt“, so sagt man in Südafrika. Die Hoffnung auf Impfungen gegen das Corona-Virus und auf eine Rückkehr zur Normalität vereint dieser Tage Menschen auf der ganzen Welt. Doch Grund zur Hoffnung auf eine baldige Impfung haben nur die wenigsten. In Europa laufen die Corona-Impfungen schleppend, in Afrika vielerorts noch gar nicht. Die Impfschere zwischen armen und reichen Ländern wird immer größer.

GUT VORBEREITET FÜR DEN CORONA-IMPFSTART
Über die COVAX-Initiative der Weltgesundheitsorganisation sollen Impfstoffe auch für Afrika zur Verfügung gestellt werden. 600 Millionen Dosen bis Ende 2021  – wenn es nicht zu Lieferverzögerungen kommt. Aber selbst wenn Impfstoffe zur Verfügung stehen, es bleibt ein zentrales Problem: Die Impfstoffe müssen unter Einhaltung der Kühlketten für die Menschen zugänglich gemacht werden. Doch in Afrika sind die Wege weit und in es gibt keine flächendeckende Stromversorgung. Weil 59 % der Bevölkerung in ländlichen Regionen leben, ist es dabei besonders wichtig, dezentrales Impfen zu ermöglichen.
 
Die Strukturen hierfür aufzubauen, muss jetzt oberste Priorität haben. Nur so wird sichergestellt, dass möglichst viele Menschen zügig geimpft werden können, sobald der Impfstoff zur Verfügung steht.
 
 WO & WIE WIR HELFEN
Kein afrikanisches Land hat so viele Corona-Tote wie Südafrika, jetzt kämpft das Land auch noch mit einer hochansteckenden Mutation des Virus. Nelspruit (auch Mbombela) im Nordosten Südafrikas ist eine vernachlässigte ländliche Region mit schlechter Gesundheitsinfrastruktur.
Um unsere Hilfe effizient zu gestalten, arbeiten wir mit lokalen Strukturen zusammen. So wird eine etablierte Gesundheitseinrichtung die Lagerung der Impfstoffe übernehmen. Von dort ausgehend brechen mobile Impfteams in die Dörfer auf, um vor Ort zu impfen. Hierfür stehen „mobile clinics“ (in Form eines kleinen Vans) und „Kühlrucksäcke“ zur Verfügung. Zudem wird durch Aufklärungskampagnen die Impfakzeptanz erhöht.
 
So lange noch kein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, werden die Strukturen, die jetzt geschaffen werden, genutzt, um durch die Corona-Pandemie vernachlässigte Impfungen (z. B. HPV, Masern und Polio) durchzuführen. 

Die Impfstrukturen müssen schnellstmöglich bereit stehen und erprobt sein. Denn wenn der Impfstoff da ist, zählt jeder Tag. Je mehr sich das Virus in Afrika ausbreiten kann, desto größer ist die Gefahr, dass sich neue Virusvarianten entwickeln, gegen die existierende Impfungen nicht wirken.

Das Auftreten der Corona-Mutationen in Südafrika und anderswo zeigt, dass die Pandemie nicht allein auf nationaler Ebene bekämpft werden kann. Wo sich das Virus ungehindert ausbreiten kann, gibt es nicht nur mehr Tote, sondern auch mehr Möglichkeiten für Mutationen. Das Coronavirus muss weltweit unter Kontrolle gebracht werden. Sonst nützen letztendlich auch Schutzmaßnahmen in Europa nichts.
Zuletzt aktualisiert am 08. Februar 2021