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TABU – Hilfe für Frauen bei Genitalverstümmelung (FGM/C)

Kiel, Deutschland

TABU – Hilfe bei Genitalverstümmelung. Alle 11 Sekunden wird ein Mädchen diesem grausamen Ritual ausgesetzt – Helfen Sie uns mit Ihrer Spende aufklären, beraten und helfen zu können!

Babett Schwede-Oldehus von Diakonie Altholstein | 
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Über das Projekt

Laut der aktuellen Dunkelzifferstatistik der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES sind – neben den durch Flucht und Migration in Deutschland lebenden Flüchtlingen - circa 20.182 in Deutschland lebende Mädchen von der Beschneidung bedroht. Allein in Schleswig-Holstein sind es 531 Mädchen. 
Die Diakonie Altholstein hat mit der Anlaufstelle TABU  in Kiel Gaarden einen zuverlässigen und vertrauensvollen Ort zur Hilfe geschaffen. 

 „Wir wollen den Frauen und Mädchen in unserer Beratungsstelle einen sicheren Rückzugsort und eine Anlaufstelle bieten, damit sie über ihre Fragen, Ängste und Probleme sprechen können“, sagt Vanessa Trampe-Kieslich, Geschäftsbereichsleiterin Soziale Hilfen bei der Diakonie Altholstein.

Projektleiterin Renate Sticke und Kultur- und Sprachmittlerin Mukrima Hasso haben bisher rund 380 Kontakte in der Beratungsstelle TABU in Kiel-Gaarden oder am Telefon betreut. „Dabei spielt Vertrauen eine ganz große Rolle und es braucht Zeit, bis sich die Frauen öffnen können“, berichtet Mukrima Hasso. Die Beratungsstelle der Diakonie Altholstein ist bisher die einzige in Schleswig-Holstein. „Da die Problematik sich nicht nur auf Kiel begrenzt, bekommen wir zahlreiche Anfragen aus dem ganzen Land zu dem Thema. Das zeigt uns, wie wichtig und notwendig es ist, Fachpersonen und Institutionen im Umgang mit weiblicher Genitalbeschneidung zu sensibilisieren und zu informieren“, sagt Renate Sticke. Der hohen Nachfrage an Fachexpertise können die Beraterinnen neben ihrem Beratungsauftrag gegenüber den Klientinnen von TABU nicht nachkommen. „Wir haben daher reagiert und das Angebot TABU Mobil ins Leben gerufen, um auf diese spezifischen Bedarfe zu reagieren“, erklärt Vanessa Trampe-Kieslich. Ziel ist es, landesweit Multiplikatorenschulungen und Informationsveranstaltungen zum Thema FGM/C bei Trägern, Institutionen und Behörden anzubieten. 

Die Anlaufstelle TABU ist die einzige offizielle Beratungsstelle in Schleswig-Holstein. Aktuell wird das Projekt durch Gelder von Aktion Mensch und der Diakonie Schleswig-Holstein Stiftung finanziert. TABU Mobil wird durch den Asyl-, Migrations-, und Integrationsfonds der EU (AMIF) finanziert. Durch die zunehmende Migration wird die Aufklärung über FGM/C immer wichtiger. „Langfristig ist es daher auch unser Wunsch, eine dauerhafte Finanzierung über öffentliche Mittel zu erreichen“ erklärt Vanessa Trampe-Kieslich. „Die Genitalverstümmelung stellt eine Verletzung des Menschenrechtes auf körperliche Unversehrtheit dar. Hier ein Zeichen zu setzen und einerseits betroffene Frauen und Mädchen zu stärken und zu schützen, andererseits aber auch die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, ist uns ein wesentliches Anliegen, das wir auch langfristig im Blick behalten müssen“ 
Zuletzt aktualisiert am 05. Februar 2021