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Berlin, Deutschland

Das Alarm Phone ist eine Notrufnummer für Migrant:innen, die im Mittelmeer - von der Türkei bis nach Marokko - in Seenot geraten sind. Wir informieren die zuständigen Küstenwachen und drängen auf Rettung.

Lisa G. von Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V. | 
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Über das Projekt

Das Watch the Med Alarm Phone ist ein Projekt, dass im Oktober 2014 von einem Netzwerk von Aktivist:innen in Europa und Nordafrika ins Leben gerufen wurde, unter anderem von der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration. Das Projekt startete ein selbstorganisiertes Call-Center für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. 
 
Dabei wird von Seenot Betroffenen eine zweite Möglichkeit gegeben, ihren Hilferuf an die Küstenwachen zu tragen. In Echtzeit wird ein Fall dokumentiert und ggf. weitere Unterstützung mobilisiert. Auf diese Weise wird – soweit wie möglich – auf die jeweiligen Verantwortlichen Druck ausgeübt Menschenrechtsverletzungen wie Pushbacks zu verhindern. 
 
Unsere Kritik am Grenzregime adressiert insbesondere die politischen Verantwortlichen der EU. Wenn Küstenwachen nicht sofort reagieren, werden Möglichkeiten abgewogen durch öffentlichen Druck eine Rettung zu veranlassen. Außerdem versuchen wir Frachtschiffe, Tanker etc., welche in der Nähe sind, zu kontaktieren und um Unterstützung bei der Rettung zu bitten. 
 
Seit Gründung des Projekts waren wir in knapp 3.500 Seenotfällen involviert. Allein in Jahr 2020 haben wir in 434 Seenotfällen assistiert: 120 Boote im westlichen Mittelmeer vor den Küsten Westafrikas und Marokkos sowie Spanien, 141 Gruppen in der Ägäis zwischen Griechenland und der Türkei sowie 173 Booten im zentralen Mittelmeer. 

Unsere Ziele 
 
Kurzfristig zielt das Alarm Phone darauf ab Rettungsaktionen zu initiieren, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern. Das Sterben im Mittelmeer könnte allerdings längst Vergangenheit sein, wenn das Grenz- und Visaregime aufgelöst werden würde. Ohne einen radikalen Wandel werden die tausenden Tragödien im Mittelmeer immer nur von weiteren Todesfällen gefolgt werden. Insofern ist es Ziel unseres Projektes, das Mittelmeer zu einem Ort der Solidarität zu verwandeln mit offenen Grenzen für alle Menschen. 
 
Wer wir sind
 
Das Alarm Phone wird von einem Kollektiv von Aktivist:innen getragen, von denen viele bereits seit Jahren in Projekten und Netzwerken an den EU-Außengrenzen aktiv sind, wie z.B. FFM, Welcome2Europe oder Afrique Europe Interact. Mittlerweile sind wir über 150 Aktivist:innen, die sich in vielen Städten in Europa, Nordafrika und der Türkei organisieren. Einige Mitglieder haben eigene Erfahrungen mit dem Überfahren der Seegrenze in der Vergangenheit gemacht. 
 
Die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V. nutzt Informationen und Wissen, welche über das Alarm Phone Projekt gesammelt werden für Forschungs- und Publikationszwecke. Unsere Berichte werden auf https://ffm-online.org/ veröffentlicht.
 
Mehr Informationen zum Alarm Phone findest du hier: https://alarmphone.org/de 
Zuletzt aktualisiert am 03. Februar 2021