Wie wir mit Pflanzenkohle Elefanten schützen
Liebe Elefantenfreunde,
kennt ihr Pflanzenkohle? Dabei handelt es sich um einen Bodenverbesserer, der die Fruchtbarkeit von Böden erhöht. Dies ist vergleichbar mit den als Terra preta bekannten fruchtbaren Böden im Amazonas. Pflanzenkohle ist nun ein wichtiger Bestandteil unseres Pilotprojektes in Namibia, das wir mit Unterstützung von Char2Cool begonnen haben. Ziel ist es, regenerative Landwirtschaft und Elefantenschutz zu verbinden. Dabei sollen Gärten besser vor wandernden und durstigen Elefanten geschützt werden. Gleichzeitig soll mittels Pflanzenkohle der Ertrag eben jener Gärten gesteigert sowie der Wasserbedarf der Pflanzen gesenkt werden.
Ende des Jahres 2023 machte Elefantenbulle Porthos ganz eindrücklich deutlich, wie wichtig es ist, nachhaltige Lösungen für Mensch-Wildtier-Konflikte zu entwickeln. Er hielt sich häufig im und um das Dorf Houmoed auf. Dabei zerstörte er mehr als einmal die Gärten und die Ernte der Bewohner. Dadurch war er kurz davor, als "Problemtier" abgeschossen zu werden. Somit bestand dringender Handlungsbedarf. Zuerst wurde einer unserer Elefantenranger in das Dorf geschickt, der nachts die Gärten bewachte und Porthos erfolgreich von den Gärten fern hielt. Aber das war natürlich keine Dauerlösung. Deshalb haben wir uns einen neuen Lösungsansatz überlegt und das Pilotprojekt gestartet. Dank der neu errichteten solarbetriebenen Elektrozäune konnte Porthos Eindringen erfolgreich verhindert werden. 
(Mit Elektrozaun geschützter Garten)
Die 70-jährige Geraldine schwärmt "Jetzt können wir es wieder genießen, wenn die Elefanten vorbeikommen."
(Geraldine mit ihrem Enkel im Garten)
Ein wichtiger Ansatz im Projekt ist die Nutzung von Pflanzenkohle. So können wir die Erträge steigern und brauchen weniger Fläche, die eingezäunt werden muss. Es wurden in drei Dörfern Testbeete angelegt, um die Bewohner langsam an diese neue Methode heranzuführen. Dabei stießen unsere Kollegen von EHRA nicht nur auf das Misstrauen einiger Bewohner, die der Pflanzenkohle etwas skeptisch gegenüber standen. Auch die Elefanten mussten nun erstmal Erfahrungen mit den Elektrozäunen sammeln. So wurde ein Zaun leider zerstört und ein defekter Zaun leider auch direkt ausgenutzt, um die Ernte zu zerstören. Aber die Schäden wurden schnell behoben und mittlerweile haben die Elefanten gelernt, sich von den Zäunen - und damit den Gärten - fernzuhalten. Das ist ein großer Erfolg!

(Transport der Pflanzenkohle und Vorbereitung eines Beetes)
Das Pilotprojekt hatte leider ein paar Rückschläge und Schwierigkeiten zu verkraften. Und doch zeigt es deutlich, wie eng Elefantenschutz mit der Bevölkerung vor Ort verknüpft ist und das wir Lösungen finden können. Nur wenn es uns gelingt, die Menschen zu unterstützen, solche Konflikte zu lösen, können auch die Elefanten nachhaltig geschützt werden. Mit Eurer Spende helft ihr, das Projekt mit den gesammelten Erfahrungen weiterzuentwickeln und fortzusetzen.
Und am 20. Mai 2025 lohnt sich eure Hilfe doppelt!
Denn dann startet unsere nächste Spendenverdopplungsaktion:
Die Kreissparkasse Ludwigsburg stellt ein Budget von 20.000 Euro zur Verfügung.
Ab 9 Uhr morgens werden alle Spenden bis einschließlich 50 Euro verdoppelt – solange das Budget reicht. Jeder Euro zählt – und am 20. Mai sogar doppelt. Für den Schutz der Wüstenelefanten.
