Deutschlands größte Spendenplattform

Beendet Sicher und geborgen trotz Corona: Slumkinder brauchen neues Zuhause

Kampala, Uganda

Corona trifft die Ärmsten der Welt am härtesten, z.B. die vernachlässigten Kinder der Slums von Uganda. Wegen der Pandemiebeschränkungen mussten viele Hilfsprojekte schließen. Viele Kinder haben dadurch ihr Zuhause verloren – Helfen sie ihnen zurück!

Frederike Z. von Sosolya Undugu Familie e. V.
Nachricht schreiben

Uganda geht mit harten Regularien gegen die Coronapandemie vor – bisher erfolgreich. Die Einschnitte für die Bevölkerung sind allerdings gravierend. Mittlerweile gab es einige Lockerungen, z.B. durften Einkaufsläden teilweise wieder öffnen, der Großteil des Landes ist allerdings nach wie vor geschlossen. Dies betrifft auch die Schulen: lediglich Abschlussklassen wurde bislang der Schulbesuch wieder gestattet. Nun sollen zeitnah auch andere Klassen wieder beschult werden.
Kinder gelten als Infektionstreiber, entsprechend streng sind die Auflagen. Die vielen Einschränkungen und Regularien gelten daher für alle Kindereinrichtungen sowie Kinderhilfsprojekte. So ist beispielsweise eine starke Unterbelegung der Wohnräume und Schlafsäle vorgesehen. Hinzukommt, dass sich die Hygieneanforderung wöchentlich ändern. Vor allem lokale Projekte konnten die finanziellen Mehrbelastungen, die mit den Anforderungen einhergehen, nicht bewältigen und mussten schließen. Nur große Projekte, größtenteils aus dem Ausland, überlebten.
Die Sosolya Undugu Dance Academy ist eine lokales Kinderhilfsprojekt. Sie wurde vor 28 Jahren von dem Ugander Mark Mugwanya als Zufluchtszentrum für vernachlässigte und obdachlose Kinder in einem Armenviertel von Ugandas Hauptstadt gegründet. Zur Zeit betreut das Projekt 200 Kinder und Jugendliche. Gemeinsam wohnen sie im sogenannten Centre, welches allerding aufgrund der Coronaregelungen im März schließen musste. Die meisten Kinder mussten in ihre Elternhäuser zurückkehren, aus denen sie ursprünglich gerettet wurden. Dort haben die Meisten keinen gesicherten Zugang zu Nahrung oder Wasser und Einige waren Gewalt und Missbrauch ausgesetzt. Kinder ohne biologische Eltern oder Jene, die bereits zuvor Gewalt und Missbrauch in ihrem Elternhaus erfahren mussten, wurden bei den Betreuer:innen des Projektes untergebracht. Dies war untragbar. Die Kinder mussten dringend zu den Sosolyas zurück – zurück in Sicherheit, zurück in ihr Zuhause.
 
Herr Mugwanya suchte monatelang nach einer Lösung um die Kinder endlich zurück holen zu dürfen. Dank einer Spende konnte Ende letzten Jahres ein Grundstück am Stadtrand gepachtet werden: dieses ist umzäunt und es gibt fließendendes, sauberes Wasser. Bevor das Grundstück bezogen werden konnte, waren allerdings einige Umbauten nötig: die Wohnhäuser mussten komplett saniert werden. Dank der großzügigen Spenden, welche uns in den letzten Wochen erreichten, konnten alle Umbauten bereits finanziert werden. Die Wohnhäuser haben nun Fenster, es wurde Elektrik eingebaut und Boden verlegt!

Die ersten Kinder konnten bereits im Zuhause auf Zeit Zuflucht finden. Leider ist die Not in Uganda allerdings so groß, dass weitere Kinder aufgenommen werden mussten. Nun sind es 130 Schützlinge, die in Kaazi versorgt werden müssen. Darüber hinaus haben nicht alle Betten den Umzug überstanden. Es fehlt daher dringend an Schlafmöglichkeiten! Damit alle Kinder ein Bett finden, brauchen wir 20 weitere Doppelstockbetten inklusive Matratzen. Die Kosten hierfür belaufen sich insgesamt auf 3600€. Bitte helfen Sie weiterhin und spenden Sie einen Schlafplatz.