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Die Zukunft wird weiblich - Berufsbildung für junge Frauen in Sierra Leone!

Lunsar, Sierra Leone

Unterstütze gemeinsam mit TDF und unserer Partnerorganisation AIM junge Frauen in Sierra Leone bei ihrer Berufsausbildung, der Gründung von Kleinunternehmen und auf dem Weg aus der Gewalt!

B. Hahn von TERRE DES FEMMES e. V.
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Amazonian Initiative Movement (AIM), seit 2009 Partnerorganisation von TERRE DES FEMMES (TDF), setzt sich für Gewaltfreiheit, Bildung und Teilhabe von Mädchen und Frauen an der Entwicklung in Sierra Leone ein. 
Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt gegen Mädchen und Frauen sind in dem westafrikanischen Land weit verbreitet, v.a. weibliche Genitalverstümmelung (engl. female genital mutilation/FGM), Frühverheiratung und sexualisierte Gewalt. Laut UNICEF (2019) sind 86 Prozent der Mädchen und Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren in Sierra Leone von FGM betroffen. In ländlichen Gegenden sind es sogar bis zu 96 Prozent! FGM ist Teil des Übergangsrituals vom Mädchen- zum Frausein und sozial noch stark akzeptiert. Kein gesetzliches Verbot schützt vor FGM
Durch Schutzhäuser, Bildungs- und Berufsförderung sowie Empowerment von Mädchen und Frauen will AIM FGM verhindern und langfristig beenden.
 
Existenzsicherung und Empowerment für ein selbstbestimmtes Leben - frei von Gewalt!
AIM hat in der Stadt Port Loko bereits ein Berufsbildungszentrum für Ex-Beschneiderinnen aufgebaut, damit sie sich eine neue Existenzgrundlage schaffen können. In Lunsar, wo AIM ein Schutzhaus für Mädchen und junge Frauen unterhält, gibt es ein solches Angebot bis jetzt nicht. Höchste Zeit also für diesen Schritt - auch, um Corona-bedingte Armut zu verhindern!
Viele der Mädchen und Frauen in Lunsar sind von Gewalt betroffen und haben kaum Zugang zu Bildung. Der Ausstieg aus der Gewalt bleibt ihnen mangels beruflicher Perspektiven und finanzieller Mitteln oft verwehrt. Sich beruflich ausbilden und einen kleinen Betrieb aufbauen zu können, eröffnet daher dringend benötigte Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten. Ehemalige Beschneiderinnen können mit der Berufsbildung den Ausstieg aus FGM schaffen.

Projektschwerpunkte
Berufsbildung: 50 Teilnehmerinnen aus Lunsar, darunter junge Frauen aus dem Schutzhaus von AIM und ehemalige Beschneiderinnen, können eine berufspraktische Ausbildung in den Bereichen Schneiderei/Modedesign oder Seifenherstellung absolvieren.  
Existenzsicherung: Die jungen Frauen werden bei der Erstellung eines Business-Plans sowie der Gründung und Verwaltung von kleinen Unternehmen mit einem Starterkit unterstützt und noch sechs Monate nach Ausbildungsende beraten und begleitet. 
Empowerment: Die Teilnehmerinnen werden über ihre Rechte, geschlechtsspezifische Gewalt und deren Verhinderung aufgeklärt und in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt.

Unser Ziel ist es, mit der Berufsbildung und dem Empowerment junger Frauen zum Abbau von Armut und Gewalt in Lunsar beizutragen. Mit einem eigenen Gehalt können sich Frauen aus der Abhängigkeit von männlichen Versorgern lösen und gestärkt für ihre Rechte und gegen Gewalt, allen voran gegen FGM, einstehen.