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Moria: Medizinische Versorgung für Notleidende

Moria, Griechenland

Moria: Medizinische Versorgung für Notleidende

Moria, Griechenland

Tausende Menschen sind nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf medizinische Hilfe angewiesen. Ärzte der Welt leistet medizinische und psychosoziale Soforthilfe und verteilt Hygienesets innerhalb des neu errichteten Camps und vor dem Gelände.

Danièle Böhm von Ärzte der Welt e. V. | 
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Über das Projekt

Ärzte der Welt war nach dem Feuer im griechischen Flüchtlingscamp Moria vom ersten Tag an vor Ort und hat zu Fuß und mit einem Behandlungsbus medizinische erste Hilfe geleistet sowie Hygiene-Kits zum Schutz gegen Corona verteilt. Das war dringend notwendig, denn über 12.000 Männer, Frauen und Kinder standen plötzlich ohne jegliche Unterkunft da und auch die hygienische Situation im völlig überfüllten Moria-Lager war schon katastrophal. Mehrere Hundert Geflüchtete haben sich seit dem Brand bereits mit Covid-19 infiziert. Die Mehrzahl der Menschen, die das Feuer obdachlos gemacht hat, ist inzwischen in ein neues Camp gezogen. 

Lebensbedingungen, die krank machen
Die meisten Bewohner*innen des neuen Lagers sind Familien mit kleinen Kindern. Doch auch zahlreiche Alte, Kranke und Menschen mit Behinderung sind dort untergebracht. Auch in dem neuen, in kürzester Zeit errichteten Zeltlager sind die Lebensbedingungen schwierig. Es gibt (noch) nicht genügend Toiletten und Duschen und die Trinkwasserversorgung ist begrenzt. Die Bewohner*innen sind dem Wetter relativ ungeschützt ausgesetzt. Diese Umstände verschlechtern den Gesundheitszustand der ohnehin geschwächten Menschen zusätzlich. Das lokale Krankenhaus hat keine ausreichenden Kapazitäten, um alle Asylbewerber*innen zu versorgen. Das neue Lager verfügt über eine Isolationszone für Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Diese ist mit einem gefährlichen Nato-Drahtzaun umgeben, an dem sich Kinder verletzen können.

Wie wir helfen
Mitarbeiter*innen von Ärzte der Welt sind im neuen Camp im Einsatz und versorgen die Menschen in zwei der vier Wohnbereiche des Camps, um das Gesundheitssystem vor Ort zu entlasten. Unsere medizinischen Teams bestehen aus einer Ärztin/einem Arzt, Pflegepersonal und einem Psychologen/einer Psychologin (nach Bedarf). Um den Sprachbarrieren entgegenzuwirken, werden die Teams von Dolmetscher*innen begleitet. Da auch das neue Lager nicht alle Bewohner*innen aus Moria aufnehmen können wird (die Kapazitätsgrenze von 10.000 Personen gilt als fast erreicht), und weiterhin Menschen ohne Unterkunft ausharren müssen, bieten zwei zusätzliche mobile Einheiten von Ärzte der Welt medizinische und psychosoziale Versorgung an. Sie verteilen zudem Schutzausrüstungen gegen Corona und führen Gesundheitschecks für Neuankömmlinge durch. Ende September wurde in Athen eine neue Medikamenten-Sendung vorbereitet, die zügig auf die Insel geschickt werden soll. Bereits in den ersten zwei Wochen konnten 5.000 Kits mit Schutzmaterial ausgegeben und 80 sehr schwere Krankheitsfälle behandelt werden, darunter waren Menschen mit chronischen Erkrankungen und Patient*innen, die besonders von einer Ansteckung mit Covid-19 gefährdet sind. Unsere Teams planen, bis zum Ende des von der griechischen Regierung verhängten Notstands - also bis Jahresende - verstärkt vor Ort für die Menschen da zu sein.
 
Für unsere Arbeit auf Lesbos sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, den Menschen vor Ort zu helfen. Wir danken Ihnen sehr.
Zuletzt aktualisiert am 30. September 2020