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Errichtung der Müllverbrennungsanlage Jänschwalde verhindern

Jänschwalde, Deutschland

Errichtung der Müllverbrennungsanlage Jänschwalde verhindern

Jänschwalde, Deutschland

Gegen Klimakrise und Müllflut: Errichtung einer der größten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands verhindern!

A. Kruschat von BUND Brandenburg e.V. | 
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Über das Projekt

Der Kohlekonzern LEAG plant, am Kraftwerksstandort Jänschwalde eine der größten Müllverbrennungsanlagen Deutschlands zu errichten. Ab 2024 sollen hier 480.000 Tonnen Müll jährlich verbrannt werden. Im Prinzip ist es ein Skandal, was hier im Namen des kohleausstiegsbedingten Strukturwandels in der Lausitz passieren soll.
Die Müllverbrennungsanlage – in Kombination mit einem darüber hinaus geplanten Rohstoffzentrum und einer Deponie – konterkariert nicht nur die Entwicklung rund um den Cottbuser Ostsee als Naherholungs- und Tourismusgebiet. Sie ist auch unvereinbar mit dem Klimaschutz und torpediert das Recycling von Wertstoffen. Deshalb engagieren wir uns vor Ort, unterstützt von Landes- und Bundesumweltverbänden – u. a. vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Brandenburg – gegen die Errichtung dieser Anlage:
1.     Zubau riesiger Verbrennungskapazitäten ist nicht notwendig!
In Deutschland gewinnt das Thema Ressourcenschutz eine immer größere Bedeutung. Die getrennte Sammlung und das Recycling von Produkten und Verpackungen macht ein Zurückfahren der Verbrennungskapazitäten notwendig. Es muss also weniger und nicht noch mehr verbrannt werden. Zudem kommt eine im August 2020 veröffentlichte prognos-Studie zu dem Ergebnis, dass ein großer Zubau von Verbrennungskapazitäten in Deutschland nicht erforderlich ist (https://bit.ly/2EBw63G). Mit der Errichtung einer riesigen Verbrennungsanlage am Kraftwerksstandort Jänschwalde werden Fehlanreize geschaffen, weil dies dem ausdrücklichen politischen Willen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft entgegenläuft und zudem Müll-Importe aus dem europäischen Ausland weiter verstärken wird.
2.     Die Wärme wird hier nicht gebraucht!
Bisher wird die im Kohlekraftwerk Jänschwalde produzierte Fernwärme hauptsächlich nach Cottbus geliefert. Cottbus baut jedoch derzeit seine Stadtwerke um und kann die Wärmeversorgung der Stadt ab 2021 komplett selbst erzeugen. Mit Blick auf die Klimakrise und der damit verbundenen Notwendigkeit, Energie so effizient wie möglich einzusetzen, ist es grob verantwortungslos, einen neuen Energieerzeuger an einem Standort zu errichten, wo die Wärme nicht gebraucht wird!
3.     Es drohen zusätzliche Belastungen für Mensch und Umwelt!
Der Transport-Verkehr durch LKWs würde sich in den Jahren von 2024 bis 2028 drastisch erhöhen. In diesem Zeitraum sollen die Müllmitverbrennung im bestehenden Kohlekraftwerk (aktuell ca. 500.000 Tonnen jährlich) und die neue Müllverbrennungsanlage parallel betrieben werden. Auch die Belastung mit Luftschadstoffen würde zunehmen – und das nach jahrzehntelanger Schadstoff-Belastung durch das Kohlekraftwerk.
Zuletzt aktualisiert am 18. September 2020