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60 Nester für Mauersegler

Tübingen, Deutschland

60 Nester für Mauersegler

Tübingen, Deutschland

Der NABU Tübingen setzt sich für den Schutz der Artenvielfalt und den Erhalt der Biotope im Landkreis Tübingen ein. Mit Führungen, Vorträgen und Exkursionen bieten wir einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt vor Ort.

A. Wöhrmann von NABU Tübingen e.V. | 
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Über das Projekt

Unser NABU-Projekt zum Schutz des Mauerseglers ist langfristig angelegt und soll pro Jahr mindestens 60 Nistplätze für Mauersegler in Tübingen und Umgebung realisieren. Der Mauersegler brütet verborgen unter den Dächern und in Hohlräumen von Gebäuden. Bestehende Kolonien werden anhand ihrer Einflugaktivitäten ausgemacht und die Hausbesitzer*innen und -bewohner*innen informiert. Die Kolonien werden dann gezielt durch die Anbringung von Nisthilfen in ihrem Bestand gefördert.

Über den Mauersegler
Der Mauersegler ist ein faszinierender Zugvogel, der sich neun Monate am Stück im Dauerflug befindet und nur zur Brutzeit bei uns den Boden berührt. Wie die Schwalbe zählt er zu den typischen Sommervögeln in unseren Breiten. Pünktlich zum ersten Mai sehen wir die ankommenden Schwärme der Mauersegler in akrobatischen Flugformationen und mit den typischen Rufen am Sommerhimmel.

Der Mauersegler folgte dem Menschen im Lauf der Jahrhunderte in die Städte und Dörfer als Kulturfolger und gehört zu den Gebäudebrütern. Seine absolute Standorttreue ist zugleich sein Verhängnis, er kann nicht auf Veränderungen reagieren. Als besonders geschützte Art ist er in der FFH Richtlinie Anhang 4 gelistet und als gefährdete Art auf der roten Liste BAWÜ eingestuft. 

Warum Mauersegler schützen?
Durch energetische Sanierungen, Dachdämmungen, Abriss und Neubau verliert er zunehmend und kontinuierlich seine Lebensräume. Eine Erhebung des NABU seit den 90ziger Jahren dokumentiert die Halbierung der Mauerseglerpopulationen in Deutschland. Der jährliche und damit kontinuierliche Rückgang beträgt circa 6,7 Prozent. 

Das Anbringen von Nisthilfen ist eine entscheidende Unterstützung um das Überleben von vorhandenen Populationen in unserer Stadt zu sichern! Mit der Entschlossenheit Corona zu trotzen und mit Hilfe von Spenden und eigenen Rücklagen, konnten wir dieses Jahr bereits 75 Nistplätze in der Stadt schaffen. Die Berichterstattung hierzu finden Sie auf unserer Homepage. 

WOFÜR WÜRDEN SIE DIE FÖRDERGELDER VERWENDEN?
Wir kaufen mit den Fördergeldern die jeweils 7,5 Kilogramm schweren Koloniekästen aus Massivholz ein und beraten in Hinblick auf eine fachmännische Anbringung in einer Höhe ab 6 Meter (benötigte Abflughöhe) mittels Hubarbeitsbühne. Nach einer Nistkastenmontage werden die Hausbewohnerinnen und Hausbewohner vom NABU Tübingen weiter beraten und betreut in Hinblick auf eine erfolgreiche Besiedlung der Koloniekästen. Hierzu werden Klangattrappen (solarbetrieben) gekauft um die Mauersegler mit Lockrufen auf den neuen Nistplatz aufmerksam zu machen. Für die geplante zukünftige Wartung der angebrachten Koloniekästen sind wir auf eine Hubarbeitsbühne angewiesen, die wir dann mieten.

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2020

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