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Ausbildung tut Not

Ein Projekt von Neukirchener Erziehungsverein
in Neukirchen-Vluyn, Deutschland

Wie kann in Zeiten der Corona-Pandemie die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher am Neukirchener Berufskolleg weitergeführt werden? Mit viel Engagement der Lehrerinnen und Lehrer und dank Ihrer Unterstützung!

Robert van Beek
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Christina und Simon haben vor ziemlich genau einem Jahr ihre Erzieher-Ausbildungen am Berufskolleg des Neukirchener Erziehungsvereins begonnen. Innerhalb von drei Jahren sollen die beiden, genauso wie ihre knapp 50 Kommilitonen, zu Erzieherinnen und Erziehern mit dem Schwerpunkt Heimerziehung ausgebildet werden. Die ersten Monate der Ausbildung am Berufskolleg und in den Praxisstellen liefen gut und erfolgversprechend. Doch dann, Anfang des Jahres, machte das neue Corona-Virus die Ausbildung zu einem Hindernislauf.

Der Geschäftsbereich „Kinder- und Jugendhilfe“ ist der größte und älteste Bereich im Erziehungsverein. Seit seiner Gründung vor 175 Jahren ist es Aufgabe und Ziel, Kindern und Jugendlichen ein Zuhause, eine Heimat zu geben. Erzieher waren dabei immer die Partner der jungen Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit; sie waren Wegbereiter und Problemlöser, Fels in der Brandung und Orientierungshilfe. Seit 1960 werden sie am eigenen Neukirchener Berufskolleg ausgebildet. Viele Absolventen haben über die Jahre eine Anstellung im Erziehungsverein gefunden. Neben der fachlichen Ausbildung standen immer
die Persönlichkeitsentwicklung sowie die religionspädagogische Ausbildung
im Vordergrund. Aber wie kann der Unterricht im neuen Schuljahr weitergehen? Wie können wir sicherstellen, dass die Ausbildung auf hohem Niveau weitergeführt wird?

Von der Bezirksregierung kommen nahezu täglich neue Anforderungen und Anweisungen zur Unterrichtsgestaltung. Jederzeit müssen wir damit rechnen, den
Präsenzunterricht einstellen oder reduzieren zu müssen. Unsere Bemühungen, Studierende sowie Lehrende mit digitalen Medien auszustatten, kosten viel Geld. Das Schulgebäude wurde in den letzten Monaten mit einem Glasfaseranschluss versorgt, WLAN ist flächendeckend verfügbar. Was jetzt fehlt, sind Lizenzen und Endgeräte. Nicht alle Studierenden können aus eigenen Mitteln Laptops anschaffen. Außerdem können Videokameras oder Audiorekorder gut gebraucht werden. Aber auch „analoge“ Unterrichtsmaterialen wollen wir aufstocken. Dazu gehören zum Beispiel Musikinstrumente. Da ab sofort in Kleingruppen unterrichtet werden kann, müssen für alle Studierenden ausreichend Instrumente wie Klangstäbe, Handtrommeln, Djemben und Klangbausteine zur Verfügung stehen. Ähnliches trifft auf den Kunstunterricht zu. Die Studierenden dürfen sich Materialien nicht mehr teilen, jeder braucht eigene Pinsel, Farben, Kleber und vieles mehr.

Geplante Exkursionen, gerade im religionspädagogischen Teil der Ausbildung, können nicht wie geplant im Klassenverband stattfinden. In Kleingruppen kann es aber möglich sein. Das bedeutet aber eine deutliche Kostensteigerung für Busmieten und Betreuung, Referentenhonorare und Eintrittsgelder. Dank Ihrer Unterstützung können wir die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern weiterhin auf einem hohen Niveau halten und Abstriche, die durch die Corona-Krise hervorgerufen werden, minimieren. Dies alles geschieht zum Wohl und Nutzen der uns anvertrauten jungen Menschen in den KiTas, den Wohngruppen und im betreuten Wohnen. Sie alle profitieren von gut ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen.