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Lionnes ehrgeizigen Ziele - Teil 2

Emily Wilbrand
Emily Wilbrand schrieb am 01.01.2025

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch von Herzen ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid gut in 2025 gestartet. :)

Den ersten dieser dreiteiligen Newsletter-Reihe habe ich mit einem Cliffhanger beendet. Wir haben festgestellt, dass die Aufklärungs-Workshops und Bindenverteilung in den Schulen in Togo sehr gut angenommen werden von allen Beteiligten. Zudem verwenden die Mädchen die Binden noch zwei Jahre nach der Intervention voller Überzeugung und fühlen sich in ihrer Menstruationshygiene gestärkt.

Diese Daten zeigen uns: Wir könnten richtig viel Impact haben und wir könnten unabhängig von Spenden werden - wenn unsere Reichweite größer wäre.
Dies bringt uns zur großen Frage: Was ist der Schlüssel, um unser Potenzial freizuschalten?

Unsere Antwort: Wir werden Multiplikator:in, Enabler:in und Zulieferer:in

Das bedeutet konkret

  • Ansatz multiplizieren: Wir gehen Partnerschaften mit NGOs in ganz Afrika mit Fokus auf Westafrika ein und machen sie auf die Problematik der Periodenarmut aufmerksam
  • NGOs befähigen: Wir stellen NGOs unsere 5-jährige Erfahrung zur Verfügung, indem wir sie in der Planung, Finanzierung, Durchführung und Evaluation ihrer Workshops kostenlos coachen oder gegen Aufpreis die Workshops selbst durchführen
  • Binden liefern: Wir verkaufen unsere Lionne Binden an NGOs und liefern sie an die Projektstandorte


Der togolesischen NGO APEB haben wir bereits zweimal Stoffbinden verkauft: Das erste Mal 1.500, das zweite Mal 2.400 Binden. Das Video gibt Einblicke in die gemeinsam durchgeführten Aufklärungs-Workshops.

Warum kann das funktionieren? Erstens sind Menstruationsprojekte im Trend, zweitens füllen wir eine Marktlücke und drittens wird diese Ambition von unseren Verkaufsdaten gedeckt.

1) Trend: Wichtige Institutionen wie die Weltbank, UNFPA und Plan international haben Periodenarmut als wichtiges Thema identifiziert und führen seit ein paar Jahren riesige Kampagnen zur Stärkung der Menstruationshygiene durch. Nachhaltige Menstruationsprodukte sind auch in Europa in aller Munde und Forschung zu Bedingungen und Auswirkungen von Periodenarmut hat sich in den letzten Jahren vervielfacht.
2) Marktlücke: Es gibt natürlich einige Organisationen, die Stoffbinden produzieren in Afrika. Jedoch kenne ich keine Herstellerin, die second-hand T-Shirts als Rohmaterial verwendet. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind recyclte T-Shirts, die bereits ihren „Lebenssinn“ erfüllt haben und die afrikanischen Märkte überfluten, neuen Stoffen klar überlegen. „Roh-Stoff“ wird übrigens in rauen Mengen verbraucht - für 10.300 Binden haben wir über 2.5 Tonnen T-Shirts verwendet mit einer Recyclingrate von X% aller T-Shirts
3) Verkaufsdaten: Mit Lionne geben wir Binden nicht nur kostenlos aus, sondern verkaufen diese auch direkt an Frauen in Togo. 90% unserer Verkäufe aus den letzten zwei Jahren stammen allerdings nicht von den einzelnen Käuferinnen sondern von genau 3 NGOs. Diese haben uns jeweils 1000-2400 Binden auf einmal abgekauft, um sie in ihren eigenen Aufklärungs-Workshops auszugeben.


Das Diagramm zeigt: Die meisten Binden werden durch einzelne NGO-Verkäufe verkauft im Vergleich zu den Verkäufen direkt an Frauen in Kpalimé und Lomé

Bisher haben wir NGOs eher unsystematisch angesprochen oder wurden von ihnen selbst gefunden - z.B. über unsere Lionne-TikTok-Videos. Mit einem neuen Ansatz können wir unseren Umsatz schnell verdoppeln und verdreifachen und somit dem großen Ziel näher kommen: Eines Tages unabhängig von Spenden werden.

Aber wie genau erreichen und überzeugen wir NGOs? Das erfahrt ihr im nächsten Newsletter. :)

Um Binden überhaupt anbieten zu können, muss unsere Produktion wieder losgehen. Könnt ihr uns mit einer Spende unterstützen?
Zum Beispiel brauchen wir 400€ für das Gehalt unserer 8 Näherinnen für einen Produktionsmonat - die Näherinnen freuen sich sehr, dass sie bald ihre Kinder wieder besser versorgen können durch diesen wichtigen Zusatzverdienst.

Ich danke euch vielmals und beste Grüße
Emily

Kurze Korrektur einer Zahl aus dem vorherigen Newsletter: Es sind bisher 7.000 Schülerinnen und Schüler, die wir in unseren Workshops aufgeklärt haben 
Los gehts mit der Binden-Produktion - könnt ihr uns dabei helfen?