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Finanziert Struktureller Rassismus an der Uni? MAU unterstützt Schwarze Studentin

Bayreuth, Deutschland

Finanziert Struktureller Rassismus an der Uni? MAU unterstützt Schwarze Studentin

Bayreuth, Deutschland

Schwarze Studentin wird von einer weißen Dozentin verklagt, nachdem sie sich im Seminar rassistisch diskriminiert fühlte und dies äußerte. Spendet, damit die Studentin die außergerichtlichen Kosten der Dozentin zahlen kann, die sie nun tragen muss.

Model African Union Bayreuth e.V. von Model African Union Bayreuth e.V. | 
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Über das Projekt

Als Verein Model African Union Bayreuth e.V. stehen wir geschlossen hinter Sade, deren Fall uns auch persönlich sehr betroffen macht. Einige unserer Vereinsmitglieder waren während des Gerichtsprozesses im Januar in Bayreuth anwesend und sind somit ZeugInnen des Geschehens. Setzt ein Zeichen dafür, dass jemand der sich diskriminiert fühlt, dies auch offen ansprechen kann, ohne deswegen befürchten zu müssen, für diese Äußerung belangt zu werden, indem Ihr Sade finanziell unterstützt!

Die detaillierte Version der Erklärung, unseren Appell und die Möglichkeit, direkt an MAU zu spenden, finden Sie hier: https://www.modelafricanunion.de/fundraising/

Für wen sammeln wir die Spenden und warum?
Die Spenden sammeln wir für Sade, 21 Jahre alt, Studentin an der Universität Bayreuth und Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters. In einem Seminar an der Universität Bayreuth im Herbst 2018 fühlte sich Sade rassistisch diskriminiert und suchte daraufhin Hilfe an verschiedenen Stellen der Uni. Die weiße Dozentin, die besagtes Seminar gab, verklagte Sade im Januar 2020 vor dem Landgericht Bayreuth, wobei es zu einem Vergleich kam. Nachdem wir als BeiwohnerInnen des Prozess zunächst erleichtert waren, dass dieser zumindest nicht gegen die Studentin ausfiel, waren wir bestürzt zu erfahren, dass der Vergleich auch bedeutet, dass Sade nun etwa 800€ an Anwaltskosten der Dozentin tragen muss. Dabei wollte die Studentin doch bloß das Gefühl, im Seminar rassistisch diskriminiert zu werden, nicht hinnehmen.

Warum wollen wir das Geld für die Anwaltskosten der Dozentin sammeln?
Nach über einem Jahr landete der Fall schließlich vor dem Landgericht Bayreuth, dessen Prozess einige der Mitglieder von MAU aus Solidarität beiwohnten. Von Seiten der Universität Bayreuth war jedoch niemand anwesend. Sade wurde dort von ihrer Dozentin wegen Unterlassung verklagt und stimmte schließlich einem Vergleich zu, bei welchem dem Gericht die Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits überlassen worden ist. Dieses hat entschieden, dass die Dozentin 1/3 [sic] und Sade 2/3 der Kosten zu tragen hat. Insgesamt muss Sade nun 783,65 € zzgl. Zinsen im Zuge des Kostenfestsetzungsbeschlusses des Landgerichts Bayreuth an den Anwalt der Dozentin erstatten. Diese Kosten belasten die Studentin nicht nur finanziell, sondern sicherlich auch psychisch.

Alle Informationen, die wir in dieser Kampagne veröffentlichen, stammen aus dem öffentlichen Gerichtsprozess, weswegen Einzelheiten ggf. nicht in ihrer umfassenden Form dargestellt werden konnten. Dass der Fall vor Gericht gelandet ist, zeigt für uns jedoch noch einmal, dass rassistische Strukturen weit verbreitet sind und auch an der Universität Bayreuth nicht verhindert werden konnten. Im Gegenteil: Dass sich Sade an an verschiedene Stellen der Uni gewandt hat, diente der Klägerin als zusätzliches Material um gegen Sade vor Gericht vorzugehen und sie des Rufmordes zu bezichtigen.
Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2020