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Patientenbegleitung im Krankenhaus

Sindelfingen, Böblingen, Leonberg und Herrenberg, Deutschland

75 Patientenbegleiter/innen begleiten Patienten in 4 Krankenhäusern um Delir und Depressionen zu vermeiden. Bei bisher 7.400 begleiteten Patienten ist weder ein Delir noch eine Depression aufgetreten. Das Projekt erhielt den Deutschen Patientenpreis

Manfred Koebler von Kreisseniorenrat Böblingen e.V. | 
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Über das Projekt

Ziel des Projekts: Ziel des Projektes ist, bei älteren Menschen im Krankenhaus Delir und Depression zu vermeiden. Wenn ältere Menschen ins Krankenhaus kommen besteht zu 20% die Gefahr, dass sie eine Verwirrtheit oder eine Depression erleiden. Dies ist verbunden mit gravierenden Auswirkungen auf die weitere Gesundheit und mit hohen Kosten. Studien belegen, dass der Einsatz von Patientenbegleitern geeignet ist, dieser Gefahr vorzubeugen. 
Kurzbeschreibung: Abgestimmt mit Ärzten und von den Krankenschwestern ausge-wählt, werden ältere Patienten nachmittags betreut, um sie vor Delir und Depression zu bewahren. Die ehrenamtlichen Patientenbegleiter/innen geben Orientierung, unterhalten sich, lesen vor, machen Spiele, unternehmen kleine Spaziergänge – und haben Zeit, welche die Krankenschwestern nicht haben.
Stand des Projektes: Das Pilotprojekt begann im Juli 2017 in der Unfallchirurgie im Klinikum Sindelfingen. Nach sehr guten Ergebnissen wurde es auf 11 Pflege-bereiche in den 4  Krankenhäusern Sindelfingen, Böblingen, Leonberg und Herrenberg ausgedehnt. 75 hochmotivierte Patientenbegleiter/innen haben bisher 7.400 Patienten betreut. Keiner dieser Patienten erlitt ein Delir oder eine Depression. Das Projekt gewann im Sept. 2019 den Deutschen Patientenpreis.
Erweiterung des Projektes: Es ist geplant, dieses Projekt zu erweitern, in dem die im Krankenhaus begleiteten Patienten, nach deren Entlassung, auch zu Hause für einige Zeit noch begleitet werden, wenn dies gewünscht wird.
Kosten des Projektes: Die Patientenbegleiter/innen erhalten eine fundierte Aus- und Weiterbildung, eine kleine  Aufwandsentschädigung und sind unfall- und haftpflichtversichert. Bei vollem Einsatz der 75 Patientenbegleiter/innen (davon 70 Damen, alle schon etwas älter) belaufen die Aufwände auf ca. 2.000 € monatlich. Dies wird durch Spendengelder erbracht.
Zusammenfassung: Ein Projekt von Mensch zu Mensch: 75 hochmotivierte Patien-tenbegleiter/innen betreuten bisher 7.400 Patienten ohne dass bei den besuchten Patienten ein Delir oder eine Depression aufgetreten ist. Eine 4-fache Win-Win-Situation: Patienten, Ärzte, Pflegekräfte und auch die Patientenbegleiter/innen sind sehr zufrieden sogar begeistert von dieser Tätigkeit. Eine Projekterweiterung mit Begleitung der Patienten nach ihrer Entlassung ist geplant. Über Spenden würden wir uns riesig freuen. Mit herzlichen Grüßen Manfred Koebler
Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2020