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Spende für Gerechtigkeit an Europas Grenzen | Free Nassos, Sarah & Seán

Berlin, Deutschland

Spende für Gerechtigkeit an Europas Grenzen | Free Nassos, Sarah & Seán

Berlin, Deutschland

Freiwilligen wie Carola Rackete, den iuventa10 und uns drohen jahrelange Haftstrafen, weil wir Menschen in Not geholfen haben. Aber Leben retten ist kein Verbrechen. Deine Spende hilft uns, vor Gericht die Menschenrechte zu verteidigen. Vielen Dank!

Seán Binder von borderline-europe Menschenrechte ohne Grenzen e.V. | 
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Über das Projekt

“Wir stehen vor Gericht, weil wir Rettungswesten und Decken verteilt haben. Wenn das illegal ist, ist jeder Mensch kriminell.” Sarah Mardini

Das Mittelmeer ist die tödlichste Grenze der Welt. Mehr als 19.000 Frauen, Männer und Kinder sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Auch heute Nacht werden viele Menschen auf der Flucht irgendwo auf nassen Felsen schlafen müssen, ohne Zugang zu Trinkwasser oder medizinischer Versorgung, weil die Lager überfüllt sind, keine Hilfe in Sicht. Gerade in Zeiten von Corona müssten wir jenen helfen, die kein Dach über dem Kopf haben. 

Leider passiert an Europas Grenzen genau das Gegenteil.

Sarah, Nassos und ich waren als Freiwillige für eine griechische Hilfsorganisation im Süden von Lesbos im Einsatz. Wir waren die einzigen, die vor Ort Seenotrettung, Übersetzung und ärztliche Betreuung sicherstellten. Wir verstanden uns gut mit der lokalen Bevölkerung und obwohl wir eng mit Polizei und Küstenwache zusammenarbeiteten, wurden wir am 21. August 2018 verhaftet. 108 Tage haben wir im Gefängnis verbracht, unschuldig hinter Gittern.

Heute sind wir auf Bewährung frei – es drohen uns aber immer noch 25 Jahre Haft in Griechenland. Unser Verfahren ist ein Politikum, die Menschenrechtsorganisation Amnesty kritisiert in ihrem letzten Bericht “Punishing Compassion” scharf, dass überall in Europa die Solidarität unter Beschuss steht. Unser Prozess hat genau wie der gegen Carola Rackete und die iuventa10 zur Folge, dass mehr Menschen auf der Flucht ihrem Schicksal überlassen werden: Heute gibt es keine Freiwilligen mehr, wo wir im Einsatz waren, weil NGOs Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben.

Aber jeder Mensch hat das Recht auf Leben. Seenotrettung ist kein Verbrechen. 

Deine Spende ermöglicht unseren Kampf für Gerechtigkeit vor Gericht. Unsere Anwälte sagen: “Dieser Fall steht sinnbildlich für ein europäisches Problem. Wenn wir den Prozess nicht gewinnen, verlieren wir gleichzeitig alle Grundrechte in der EU.” Wir brauchen Deine Hilfe, um die Kosten für dieses langwierige Verfahren zu stemmen, alleine Prozesskosten schätzen wir auf 30.000 Euro. Hinzu kommen Übersetzungen und Reisekosten für unsere politische Arbeit, die wir weiterhin ehrenamtlich machen. 

Hier geht es nicht nur um uns. Unser Prozess wird zeigen, ob Europa seinen selbst-ernannten Werten treu bleiben kann. Während der Pandemie haben wir alle erlebt, wie schnell sich Sicherheiten wie Gesundheit und Unversehrtheit ändern können. Zusammen können wir diese Menschenrechte auch an Europas Grenzen verteidigen. 

Deine Spende wird auch eine Botschaft an die Politik sein: Leben zu retten ist kein Verbrechen, es ist auch keine Heldentat, es ist einfach menschlich. 

Danke für Deinen Support!
Seán & Sarah & Nassos
Zuletzt aktualisiert am 13. Juni 2020