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Berlin, Deutschland

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Anlässlich der COVID-19 Pandemie ruft Reporter ohne Grenzen zu Spenden auf. Die weltweiten Entwicklungen stellen die Pressefreiheit in Frage. Unsere Hilfe wird dringend benötigt, denn Pressefreiheit ist Menschenrecht!

Josephine Niehoff von Reporter ohne Grenzen e. V. | 
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Über das Projekt

Pressefreiheit in der Corona-Krise

Die COVID-19-Pandemie hat weltweit gravierende Auswirkungen auf die Pressefreiheit.  Regierungen halten Informationen über das Ausmaß der Epidemie zurück. Manche Regime versuchen, die Berichterstattung zu manipulieren. Journalistinnen, Journalisten und ihre Redaktionen werden festgenommen oder angefeindet, weil sie unabhängige Informationen über die Epidemie veröffentlichen. Einige Regierungen sammeln flächendeckend sensible Daten oder bestrafen die Verbreitung „falscher“ Informationen zur Corona-Krise. Inhaftierte Medienschaffende sitzen in überfüllten Gefängnissen mit schlechter Gesundheitsversorgung fest. Akut bedrohte Journalistinnen und Journalisten können wegen geschlossener Grenzen nicht ins Ausland fliehen.

Das Nothilfe-Referat von Reporter ohne Grenzen betreut aktuell mehrere Journalistinnen und Journalisten, die aufgrund der Verfolgung in ihrer Heimat schon Aufnahmezusagen aus Deutschland haben, nun aber nicht einreisen können. Auch mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den RSF-Stipendienprogrammen können ihre Aufenthalte in Deutschland vorerst nicht wie geplant antreten.

Detaillierte Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Pressefreiheit finden Sie unter folgendem Link: Reporter ohne Grenzen - Pressefreiheit in der Corona-Krise

Reporter ohne Grenzen: Recherchieren, Anklagen, Unterstützen

Reporter ohne Grenzen dokumentiert Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalistinnen und deren Mitarbeiter in Gefahr sind. Wir setzen uns für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Journalistinnen und Journalisten ein. Wir kämpfen online wie offline gegen Zensur, gegen den Einsatz sowie den Export von Überwachungstechnik und gegen restriktive Mediengesetze.

Unser Nothilfereferat unterstützt verfolgte Journalistinnen und Journalisten und ihre Familien. Der Schwerpunkt liegt auf der Hilfe in den Herkunftsländern der Betroffenen. Ziel ist es, ihnen so zu helfen, dass sie ihre journalistische Tätigkeit weiterführen oder wieder aufnehmen können. Reporter ohne Grenzen ersetzt zerstörte oder beschlagnahmte Ausrüstung, übernimmt Anwaltskosten und hinterlegt Kautionen zur Haftverschonung. Nach Misshandlungen oder Anschlägen ermöglichen wir bedrohten Journalistinnen und Journalisten eine medizinische Behandlung. Bei Arbeitsverbot oder Entlassung sorgen wir für eine finanzielle Überbrückung und unterstützen die Angehörigen. Außerdem spiegeln wir zensierte Webseiten und klären verfolgte Journalistinnen und Journalisten über Datenschutz auf. 

Wenn es für Journalistinnen oder ihre Mitarbeiter lebensgefährlich ist, in ihrem Heimatland zu bleiben, bemühen wir uns, ein sicheres Aufnahmeland zu finden.


Zuletzt aktualisiert am 21. Juli 2020