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Schneller Einsatz für Geflüchtete in Nordfrankreich

Magdalena Rassmann
Magdalena Rassmann schrieb am 14.07.2026

Als wäre die lebensgefährliche Überfahrt über den Ärmelkanal nicht schon Belastung genug, sind geflüchtete Menschen in Nordfrankreich einem zermürbenden Kreislauf aus Mangel und Vertreibung ausgesetzt: Die meisten Menschen kommen mit kaum mehr an, als dem, was sie am Körper tragen. Hilfsorganisationen versorgen sie deshalb mit dem Nötigsten: Zelten, Schlafsäcken, Isomatten und warmer Kleidung. Doch oft hält diese Unterstützung nur wenige Tage.

Grund dafür ist die sogenannte „Zero Fixation Policy“ – eine staatliche Abschreckungspolitik, die darauf abzielt, das Leben entlang der nordfranzösischen Küste möglichst unbequem zu machen. Im Rahmen dieser Politik werden die informellen Camps, in denen Menschen auf Feldern, in Wäldern oder auf Brachflächen Schutz suchen, regelmäßig geräumt. Zelte, Schlafsäcke und andere persönliche Besitztümer werden dabei beschlagnahmt und zerstört. In Calais finden solche Räumungen mehrmals pro Woche statt. Immer wieder berichten Betroffene und Beobachter:innen zudem von gewaltsamen Einsätzen und hetzjagdähnlichen Ereignissen.



Neben der psychischen Belastung müssen die Menschen sich nach jeder Räumung erneut mit dem Nötigsten versorgen und immer wieder einen neuen Schlafplatz suchen. Und auch für die Hilfsorganisationen vor Ort hat diese Politik Folgen für ihre Lagerbestände: Weil ausgegebene Hilfsgüter regelmäßig zerstört oder beschlagnahmt werden, ist der Bedarf an Zelten, Schlafsäcken, Isomatten und warmer Kleidung dauerhaft hoch. Schon wenige größere Räumungen können die Lagerbestände einer Organisation innerhalb kürzester Zeit nahezu aufbrauchen - mit unmittelbaren Folgen für die Menschen, die anschließend ohne Schutz vor Wind und Wetter zurückbleiben würden.

Als uns nach zwei größeren Räumungen in Dunkerque ein dringender Hilferuf unserer Partnerorganisationen erreichte, wollten wir deshalb schnell handeln. Dank des engagierten Einsatzes unserer ehrenamtlichen Packer:innen konnten wir innerhalb kürzester Zeit drei Paletten mit Kleidung, Isomatten, Zelten und Schlafsäcken zusammenstellen, in unseren Transporter laden und selbst zu unserem neuen Projektpartner Salam nach Nordfrankreich bringen.



Diese waren sehr glücklich: "Eure Lieferung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Vorräte an Decken und Schlafsäcken waren praktisch erschöpft."

Dass wir in solchen Notsituationen schnell und flexibel reagieren können, verdanken wir Spender:innen wie dir. So können wir Transportkosten finanzieren und dringend benötigte Güter zukaufen.  


Bitte hilf uns, damit wir bei der nächsten Krise wieder so schnell reagieren können.