Stipendium für kambodschanische StudentInnen

Ein Hilfsprojekt von „Banyan Tree e.V.“ (D. Angerer) in Battambang, Kambodscha

Neuigkeiten: Hier informiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

D. Angerer (verantwortlich), verfasst vor 3 Monaten

D. Angerer

Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

Lernen und Arbeiten - mit einem neuen Laptop!200,00 €

Liebe Freunde,

vielen Dank für Eure Unterstützung! MIt dem neuen Laptop ist die Ausstattung unseres Studentenwohnheims nun komplett. Für die StudentInnen beginnt nun langsam die heiße Phase des Studiums und jeder Computerzugang ist dabei eine große Hilfe.

Vielen herzlichen Dank!


E. Molz, verfasst vor etwa einem Jahr

E. Molz

Zu Hause bei unseren StudentInnen

In den vergangenen 12 Monaten besuchten unsere KollegInnen vor Ort die Familien all unserer StudentInnen daheim. Schaut Euch die Schnappschüsse von "zu Hause" an und lest nun in einem neuen Bericht aus dem Wohnheim (unten) nach, welche Wünsche und Sorgen ihnen dabei erzählt wurden und wie wir auf sie eingehen möchten:

Im Februar 2014 organisierten wir einen Elternvormittag mit allen Familien unserer StudentInnen, um ausführlich mit ihnen und ihren Eltern über die Zukunft des Scholarship Programms zu sprechen, zu essen und zu lachen. Ein wesentlicher Teil des Scholarship Programms bestand in den vergangenen zehn Monaten Jahr aber auch darin, die Familien unserer StudentInnen daheim zu besuchen.

Dabei sollten ihre jeweiligen Leistungen in der Uni, ihre persönliche Entwicklung als auch Probleme besprochen werden. Gleichzeitig wollten wir den Eltern Gelegenheit geben, Wünsche und Sorgen zu äußern, damit Banyan Tree e.V. darauf aufbauend das Programm verbessern kann.

Und so machten wir uns mehrmals auf den Weg in die Kommunen in der Provinz von Battambang. Manchmal mussten wir gar anderthalb Stunden zu Dritt auf dem Moto zurücklegen, um ans Ziel zu kommen. Doch die langen Strecken lohnten sich allemal, denn die Eltern freuten sich sehr darüber, ihre Meinungen aussprechen zu können. Der Grundtenor der sieben Gespräche war dabei stets gleichlautend: Angefangen bei der tiefen Dankbarkeit der Eltern für die Chance, die ihren Kindern gegeben wurde (manche Eltern hätten sich damals nie erträumt, dass ihr Kind jemals in einem Betonhaus leben oder die Universität besuchen würde), über das Phänomen der massiven Arbeitsmigration nach Thailand, die jedes Dorf erfasst hat und gerade für mittel- und perspektivlose Familien in den ländlichen Gegenden oft die vermeintlich einzige Hoffnung zu sein scheint, bis zum gleichlautenden Wunsch der Eltern, ihren Kindern zu einigermaßen auskömmlichen Jobs nach dem Abschluss zu verhelfen.

Individuell erfuhren wir von sehr verschiedenen Sorgen und Problemen. Während sich eine Familie um die Finanzierung der Bildungswege für ihre drei Söhne sorgt, muss sich eine Witwe gleich um vier beinahe erwachsene Kinder kümmern, während eine andere Mühe hat, ihre zweite Tochter vom Sinn des fortgesetzten Schulbesuchs zu überzeugen. Anderen Familien fehlen die Mittel so dermaßen, dass eine einen Kredit aufnehmen musste, zu einem horrenden Zins, der das wahre Gesicht des heutigen Mikrofinanzmarktes zeigt. Um mehr Geld zu verdienen, spielen mehrere Familien nicht nur neuerdings mit dem Gedanken, selbst ebenfalls nach Thailand zu gehen. (Wobei dies mit den gegenwärtigen Repressionen und Massenausweisungen durch das thailändische Militär vorerst wohl etwas in die Ferne gerückt ist.) In der Tat sind die Eltern und die große Schwester einer Studentin bereits seit beinahe drei Jahren in Thailand und kommen möglicherweise im nächsten Jahr wieder nach Kambodscha zurück - dann würde die betroffene Studentin sie auch zum ersten Mal seit ihrem Weggehen wiedersehen.

Leider kann Banyan Tree e.V. dem Wunsch mancher Familien nicht nachkommen, ihren Kindern ein Masterstudium oder den Neffen die Sekundarschule zu ermöglichen. Wir werden jedoch alles in unseren Möglichkeiten stehende tun, um unseren StudentInnen bei ihren Bewerbungen und Interviews zu helfen bzw. Kontakt zu anderen Organisationen aufzunehmen, die sich evtl. der Neffen annehmen könnten. Abschließend hoffen wir sehr, dass die StudentInnen mit ihren Teilzeit-Jobs eine gute Ausgangsbasis besitzen, um nach dem Abschluss auf dem sehr umkämpften Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

   

  

  

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