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Kinder in Not, Ecuador

Olon, Santuario, Ecuador

Ein Leben für Kinder in Lateinamerika

H. Schranz von Katholische Kirchengemeinde St. Benedikt
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Ich entführte Sie in die Mission, in die ich vor 48 Jahren von Neuler  (OAK) mit einem Priester aufbrach, um eine Pfarrei mit 15 bettelarmen Dörfern zu übernehmen. Die Not war unvorstellbar. Ich war tätig in der Sozial- und Pastorialarbeit. Jährlich habe ich über 300 Kinder auf die Kommunion vorbereitet. Keines konnte schreiben oder lesen, es gab kein Liedgut und keine Bücher. Mit meiner Gitarre und selbst getexteten Liedern waren die Kinder mit Freude und Begeisterung dabei. Die strahlenden, aber auch die traurigen Kinderaugen ließen mich nicht mehr los. Mittels einer Erbschaft war es mit vor 25 Jahren möglich, eine Stiftung zu gründen und ein Kinderheim zu bauen, das ich auch leite. Dort leben derzeit 80 Kinder: Waisen, Straßenkinder, Slumkinder und so viele Kinder, um die sich niemand kümmerte.  Alle haben eine traurige Lebensgeschichte. Wir helfen den Kindern, in dem wir ihnen Aufnahme und Schutz gewähren, für Nahrung und ein Dach über dem Kopf sorgen, ihre Rechte verteidigen und zurückgeben, ihre Wunden heilen, ihnen Werte und Orientierung, integrale Hilfe und Bildung gewährleisten. Seit Ausbruch von Corona, das wie ein Sturm zu uns kam , haben wir große Nöte und Sorgen, denn der Staat bezahlt seinen geringen Zuschuss oft nicht und Lebensmittel, Trinkwasser und Babymilch sind sehr teuer. Oft stockt im Land auch die Lebensmittelversorgung.  Noch vor "Corona" kamen bei uns mehrere halbverhungerte Babys aus Venezuela an. Manchmal haben wir keine Babybettchen mehr. Medizinische Hilfe ist für viele unerreichbar. Wie lange wird es wohl dauern, bis ein Impfstoff die ganze 3. Welt erreicht? 
Die Menschen  haben mehr Angst vor Hunger als sich mit Corona zu infizieren. Corona ist wie ein Aufruf an die Welt, sich auf das wesentliche zu besinnen.
Vielen Dank, Vergelts Gott, Gottes Segen und bleiben Sie gesund! 
Ihre Schwester Isabel (Irmgard) Dietrich, Ecuador, Südamerika

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