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Tablets für die IGS Süd: Schule auf dem Weg ins digitale Lernuniversum

Frankfurt am Main, Deutschland

Tablets für die IGS Süd: Schule auf dem Weg ins digitale Lernuniversum

Frankfurt am Main, Deutschland

Die IGS Süd setzt auf eigenverantwortliches Lernen in Fachbüros, Werkstätten und Projektteams. Dafür sind mobile Endgeräte mit Internetanbindung notwendig. Wir organisieren in privater Initiative, was staatlich nicht finanziert wird.

Antje Wooge von Förderverein IGS Süd | 
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Über das Projekt

Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Süd in Frankfurt-Sachsenhausen hat den Frontalunterricht weitgehend abgeschafft. Stattdessen sollen die Schüler*innen von Anfang an das selbständige und teamorientierte Erarbeiten von neuen Inhalten lernen, das als Schlüsselqualifikation für das 21. Jahrhundert gilt. In der Praxis erfolgt das im Wesentlichen durch „Lernbausteine“, die jeweils ein Sachgebiet umfassen, sowie projektweise in kleinen Teams. Die Bausteine sind schon auf Papier so ausgestaltet, dass die Lernenden die Möglichkeit haben, ihren eigenen Lernstand durch Aufgaben zu überprüfen. Bereits heute sind viele Bausteine als PDF digital über ein Schulportal zu erreichen.
 
Nun startet die IGS Süd die nächste Phase des digitalen Lernens, in der die interaktiven Lernbausteine individuelle Rückmeldungen erlauben. Zudem spielen in der fächerübergreifenden Projektarbeit individuelle Recherchemöglichkeiten, zum Beispiel für das Erstellen von Referaten, eine wesentliche Rolle im Schulalltag. Die vom Schulamt bewilligte Ausrüstung erlaubt weder die Installation eines WLANs in der Schule noch die Ausstattung mit ausreichend mobilen Endgeräten. Als inklusive Schule hat sich die IGS Süd bewusst gegen ein „Bring your own device“-Konzept entschieden, das soziale Unterschiede sichtbar macht und auch hinsichtlich der Synchronisation von offline bereit gestellten Inhalten (zum Beispiel Sprachlern-Programme) problembehaftet ist.
 
Ziel des Projektes „Tablets für die IGS Süd: Schule auf dem Weg ins digitale Lernuniversum“ ist es, mit Hilfe von privaten Mitteln ausreichend Tablets mit automatischer Synchronisation und mobilem Internetzugang bereitzustellen, um eine zeitweise Nutzung im Unterricht zu ermöglichen. Im Lauf des Jahres 2020 sollen insgesamt 120 Tablets angeschafft werden, die in Schutzkoffern in Klassensatzstärke nicht nur gelagert, sondern auch geladen und automatisch synchronisiert werden. Die Synchronisation umfasst die notwendigen Betriebssystem- und Sicherheits-Updates, die manuell bei einer so hohen Anzahl von Tablets nicht durchzuführen wäre. Zudem sollen in verschiedenen Teilen des Schulgebäudes sogenannte „Cubes“ von Vodaphone installiert werden, die einen LTE-Zugang ins mobile Datennetz ermöglichen.     
Zuletzt aktualisiert am 18. März 2020