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Im Einsatz für die Menschenrechte in Mexiko

Mexiko-Stadt, Mexiko

Im Einsatz für die Menschenrechte in Mexiko

Mexiko-Stadt, Mexiko

Damit bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen sich weiterhin für ihre Rechte einsetzen können, weichen wir nicht von ihrer Seite.

Melanie Rücker von peace brigades international Deutscher Zweig e.V. | 
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Über das Projekt

Wir begleiten bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen und ihre Organisationen, die sich gewaltfrei für ihre Rechte und die ihrer Umwelt einsetzen. Menschenrechtsaktivist_innen, die sich gegen diese Zustände und Ungleich-behandlung zur Wehr setzen, sehen sich immer stärker werdenden Repressionen ausgesetzt. Sie werden häufig Opfer von Drohungen, Einschüchterungsversuchen und Angriffen. In den vergangenen Jahren registrierten nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen einen besorgniserregenden Anstieg der Angriffe auf Menschenrechtsverteidiger_innen, begleitet von einer starken Kriminalisierung und Delegitimierung sozialer Proteste und zivilgesellschaftlicher Akteur_innen.

Was machen wir? Einige Aufgabenbereiche:
- wir begleiten die Menschenrechtsverteidiger_innen unbewaffnet und bei besonders schweren Bedrohungen rund um die Uhr.
- wir arbeiten nur auf Anfrage und mischen uns inhaltlich nicht in ihre Arbeit ein
- wir organisieren Workshops zu Themen wie Sicherheit und Empowerment
- wir organisieren Speaker Tours in Deutschland und Europa, damit Menschenrechtsverteidiger_innen selbst ihre Anliegen vortragen können
- wir informieren die Zivilgesellschaft

Exemplarisch stellen wir hier zwei begleitete Organisationen vor:

Die Migrant_innenherberge Casa del Migrante Saltillo, an der Grenze zu den USA, bietet seit 2002 jährlich mehr als 6.000 Migrant_innen Zuflucht, medizinische Versorgung, Kleidung, Essen und psychologische Betreuung. Darüber hinaus arbeitet das Team der Herberge für die Rechte von Migrant_innen mittels Dokumentation von Entführungen, Erpressungen, Missbrauch und Aggressionen,
welche die Betroffenen auf ihrem Weg durch Mexiko erfahren.
Auch die Mitarbeiter_innen selbst wurden Opfer von Anfeindungen, Verfolgungen und Bedrohungen, weshalb sowohl die Nationale als auch Interamerikanische Kommission für Menschenrechte bereits Schutzmaßnahmen empfohlen haben und pbi die Organisation seit Beginn 2014 begleitet.

Das Menschenrechtszentrum Tlachinollan recherchiert Fälle von Gewaltsamen Verschwindenlassen und Übergriffen durch das Militär. Mehrere Fälle von Vergewaltigung und Misshandlung durch Soldaten haben die Anwält_innen des Zentrums bereits vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. International bekannt wurde der Fall von Valentina Rosendo Cantú: Sie wurde 2002 von mexikanischen Soldaten vergewaltigt. Im Juni 2018, 16 Jahre später, wurden zwei Soldaten für das Verbrechen verurteilt.

Mit eurer Unterstützung ist es pbi möglich Menschenrechtsverteidiger_innen in Mexiko zu begleiten. Vielen Dank!
Zuletzt aktualisiert am 18. März 2020