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Erste Hilfe gegen Armut in Erlangen

Ein Projekt von Diakonisches Werk Erlangen e.V.
in Erlangen, Deutschland

Mit dem Notfonds "Erste Hilfe gegen Armut" helfen wir betroffenen Menschen, ihren Alltag zu meistern. Hier geht es um warme Mahlzeiten, Kleidung, ein Dach über dem Kopf - aber auch um ein Leben in Würde.

Stephanie Öttl
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Über das Projekt

Armut mitten unter uns

Über Armut wird nicht gern gesprochen und in Erlangen ist sie wenig sichtbar. Dabei betrifft sie weit mehr Menschen, als viele glauben, und die Zahl steigt. Besonders häufig betroffen sind Alleinerziehende, Erwerbslose und Rentner*innen.
 
Ursula (64) kümmert sich liebevoll um ihren behinderten Sohn. Die schmalen Einkünfte reichen nur für das Nötigste. „Hier [bei der Sozialberatung] fühle ich mich aufgehoben mit meinen Fragen und Sorgen. Ich habe ja sonst niemanden.“ Ihr größter Wunsch:Den Sohn versorgt zu wissen und ein Pullover mit Rosenmuster“. 

Ursula wünscht sich einen Pulli, das Geld dafür fehlt. Wer mit wenig Geld auskommen muss, lebt in ständigem Verzicht. Auch für neue Kleidung reicht das Geld meist nicht. Dabei ist die Redewendung "Kleider machen Leute" eine bittere Wahrheit. Kleidung kann ausgrenzen und diskriminieren. Sie kann aber auch das Selbstwertgefühl stärken und Türen öffnen. 
 
„Fundgrube“ hilft Familien
 
Gerade für Familien mit wenig Einkommen ist die „Fundgrube“ dabei eine große Hilfe. Auch Miro* (54) und Sarah* (47), die das Angebot häufig nutzen, sind dankbar für die Unterstützung. Sie wollen nur das Beste für ihre Kinder. Seit einem Arbeitsunfall, bei dem Miro* erwerbsunfähig wurde, ist das Geld knapp. Das Ehepaar selbst verzichtet auf Vieles, um ihren drei Mädchen, die das Gymnasium besuchen, ein gutes Leben zu bieten. Sie sollen es einmal leichter haben, als sie selbst. Das Angebot hilft z. B. damit Geld für Nachhilfe übrigbleibt. 

Corona und seine Folgen
 
Nicht alle Hilfe-Einrichtungen haben die Pandemie unversehrt überstanden. So ist die Fundgrube, auf die viele bedürftige Menschen dringend angewiesen sind, selbst in Existenznot geraten. Der Umsatzausfall während der Lockdowns hat ein tiefes Loch in die Kasse gerissen, das aus eigener Kraft nicht mehr gestopft werden kann.

„Die Menschen brauchen uns jetzt, im Jahr nach der Krise, noch mehr als vorher. Es wäre fatal, wenn eine Hilfeeinrichtung wie unsere jetzt wegbricht“, betont Monika Köhler, Leiterin der Fundgrube
 
Erste Hilfe - und mehr

Gemeinsam mit unseren weiteren Hilfen im Kampf gegen Armut, wie z. B. der Sozialberatung, der Tafel, den Hilfen für Menschen in Wohnungsnot und der Bahnhofsmission, sind wir oft der letzte Rettungsanker für bedürftige Menschen.
 
Helfen Sie mit! Auch Sie können mit einer Spende erste Hilfe gegen Armut leisten und Betroffenen zu einem Leben in Würde verhelfen. Herzlichen Dank!