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Land für wilde Elefanten in Kerala: Das Korridor-Projekt

Nilambur, Indien

Land für wilde Elefanten in Kerala: Das Korridor-Projekt

Nilambur, Indien

Wilde Elefanten in Kerala sind in Bedrängnis. Hilf uns ihre alten Wanderwege zu sichern, Land zu renaturieren und neuen Lebensraum zu schaffen. Als "Hüter des Waldes" profitiert auch eine indigene Gemeinschaft vom Korridor-Projekt.

I. Koch von Future for Elephants e.V.  | 
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Über das Projekt

Verstörende Bilder von Elefanten, die Bahngleise oder Autobahnen überqueren, mit Feuer verjagt werden oder in Elektrozäunen verenden erreichen uns immer wieder aus Indien. Dort lebt mit 27 000 Elefanten noch die größte Population der vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten weltweit – doch die Grauen Riesen sind aufgrund der rasant anwachsenden Bevölkerung in Bedrängnis.

Mit dem neuen Korridor-Projekt in Kerala soll strategisch wichtiges Land gekauft und für die Elefanten gesichert und renaturiert werden.  

Ins Leben gerufen wurde das Korridor-Projekt in Kerala von Sangita Iyer. Die Biologin und Filmemacherin machte mit ihrem Film Gods In Shackles (Götter in Ketten) auf das Leiden der Tempelelefanten aufmerksam und hat mit ihrer Organisation Voice For Asian Elephants Society (VFAES) den Gentle Giant Summit (Elefanten-Gipfel) in Kerala organisiert, der die Bedingungen für wilde wie auch gefangene Elefanten dort entscheidend verbessern soll.

Die in München ansässige Elefantenschutzorganisation Future for Elephants e.V.  ist die Partnerorganisation der VFAES und unterstützt Sangitas Arbeit vor Ort.

Das Land, das nun für die Elefanten gekauft und renaturiert werden soll, liegt im Norden Keralas an der Grenze zwischen Nilambur und Tamil Nadu. Das Tal gilt als globaler Hotspot für Biodiversivität und stellt eine traditionelle Wanderroute der Elefanten dar. Der Korridor, der verschiedene Waldgebiete verbindet, ist aktuell nur noch 500 Meter breit und ist von Gummi- und Bananen-Plantagen umgeben. Auf ihren Wanderungen in die verbliebenen Habitate sind die wilden Elefanten deshalb großen Gefahren ausgesetzt. 

In einem ersten Schritt sollen zunächst 2 Acres (0,8 Hektar) gekauft und für die Elefanten renaturiert werden. Die Aufgabe als „Hüter des Waldes“ wird eine kleine indigene Gemeinschaft übernehmen, die dort in der Nähe lebt und dadurch eine neue Lebensgrundlage erhält. Dies sei dringend, erläutert Sangita Iyer: Momentan bestehe die Gefahr von Konflikten, da die Stammesangehörigen auf den Wald angewiesen seien und deshalb immer wieder in das verbliebene Habitat  eindringen. Durch den Kauf der 2 Acres wird sich der bestehende Korridor auf das Doppelte verbreitern.

In einem Stufenplan wird insgesamt der Kauf von 58 Acres (23 Hektar) zusammenhängenden Landes angestrebt. Durch die Wiederaufforstung mit einheimischen Pflanzenarten wird das Projekt den wilden Elefanten sowohl neuen Lebensraum als auch sichere Verbindungen zwischen bestehenden Habitaten verschaffen. Zudem ist die lokale Bevölkerung eingebunden und erhält eine neue Lebensgrundlage – drohende Konflikte werden so entschärft.

Bei diesem wegweisenden Vorhaben kooperiert die VFAES mit dem Kerala Forest Department und konnte die Unterstützung des Ökologen und Elefanten-Experten Dr. Raman Sukumar gewinnen, der den ersten Elefantenkorridor in Indien geschaffen hat. 

Zuletzt aktualisiert am 18. März 2020

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