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Títeres a pie de calle - Mit Puppenspiel auf die Straßen

Ein Projekt von GSE e. V.
in El Alto, Bolivien

Mit schlauen Puppen bringt die interdisziplinäre Frauengruppe Freude und Wissen zu Kindern in peripheren Gegenden der Stadt El Alto. Durch Puppenspiel, Gespräche und Workshops vermitteln sie Wissen und fördern soziale Kompetenzen.

A. Hammoud
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Über das Projekt

In Aymara, der Sprache der Erstbewohner*innen der andinen Region um La Paz und El Alto heißt WINTATA Freundschaft. Freundinnen sind auch Susana Gloria, Sandra Lucy, Maria Ysabel und Mery, genannt Moya. Als Sozialarbeiterin, Rechtsanwältin, Pädagogin haben sie sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die mit einfachen Mitteln Bildung und Spaß zu Kindern besonders in abgelegeneren Teilen der Stadt El Alto und perspektivisch jenseits des Stadtrandes bringen möchte. Die drei erstgenannten kennt Ihr bereits aus dem jetzt abgeschlossenen Projekt Taquichuymampi, das Frauen, Kinder und Lehrer*innen in der Gewaltprävention unterstützte. Mery ist neu hinzugekommen und bringt weitere Ideen und Kompetenzen ein. 
Als der Lockdown in Bolivien langsam gelockert wurde und Projekte wieder an ihre ursprünglichen Ideen und Vorhaben anknüpfen konnte, fiel den Frauen besonders an den Kindern etwas auf. Sie wirkten oft verschüchtert und sehr zurückhaltend, fast misstrauisch - tauten aber auf, wenn eine für alle Fälle immer mitgebrachte Handpuppe ins Spiel kam. Daraus entstand in kurzer Zeit eine neue Projektidee - kleine Stücke mit Handpuppen zu inszenieren, in denen Wissen vermittelt und soziale Kompetenzen gefördert werden. Und nicht zuletzt geht es um Freude und Spaß für die Kinder, die unverschuldet monatelang von sozialem Leben außerhalb der eigenen vier Wände und der eigenen Familie abgeschnitten waren und deren Bildungschancen oft gegen Null gingen. Weil niemand weiß, wie es mit dem Präsenzunterricht weitergeht und wie schwierig es werden könnte, Schulleitungen angesichts des Nachholbedarfes an Lernstoff vom Nutzen solcher Projekte zu überzeugen, konzentrieren sich die Frauen auf Vorführungen und kleine Workshops im öffentlichen Raum. Das können sowohl öffentliche Plätze in Nachbarschaften als auch Räume z.B. von lokalen Verwaltungen sein. Angeboten werden die Präsentationen zunächst in den Distrikten 7, 8, 9, 12 und 14 der Stadt El Alto. Als direkte Nutzniessende des Vorhabens beschreibt die Gruppe in ihrem Projektvorschlag Kinder dieser Distrikte, und erreicht werden meist auch Eltern oder Großeltern, die ihre Kinder begleiten. 
In den folgenden Wochen werden wir die Bedarfe für das Kleinprojekt nach und nach aufstocken. Die gegenwärtige Planung geht bis zum Jahresende. Wir werden sehen, wie es läuft und dann gegebenenfalls weitermachen.