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Das Kakaofarmerdorf Ayeu in Ghana möchte eine Brücke bauen!

Suhum, Ghana

Das Kakaofarmerdorf Ayeu in Ghana möchte eine Brücke bauen!

Suhum, Ghana

Die Community der Kakaofarmer in Ayeu, Eastern Region Ghana, bittet um die finanzielle Unterstützung für den dringend notwendigen Bau einer Brücke. Der Fluß, der das Dorf umgibt, ist in der Regenzeit ein unüberwindbares Hindernis.

Carolin Hirschfeld von Aktiv für Afrika e.V. | 
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Über das Projekt

Im Februar 2019 besuchte ich die Kakaocommunity Ayeu in der Eastern Region in Ghana zum ersten Mal. Owusu brachte mich auf dem Motorrad aus der nächst-gelegenen Stadt Suhum durch die Kulturlandschaft über einen einigermaßen befahrbaren Lehmpfad bis zum Flussufer. Von dort aus mussten wir ein kurzes Stück zu Fuß zum Wasser laufen und den Fluß über Felsen und ein Holzbrett überqueren. Ein kleines Stück weiter oben liegt das malerische afrikanische Lehmhüttendorf.

Unglaublich, aber der einzige Zugang zum Dorf Ayeu führt über das Holzbrett über den Fluss Kua! Es gibt keine Möglichkeit, direkt mit dem Auto oder Motorrad zu den Häusern zu gelangen. Im Dorf gibt es keinen Supermarkt und auch keinen Arzt. Die Bewohner sind überwiegend Landwirte und Handwerker.

Die Dorfgemeinschaft hieß mich in einer Versammlung herzlich willkommen. Der junge Schreiner Mensah bat mich darum, das Dorf beim Bau einer Brücke zu unterstützen, denn der kleine Fluß umringt das Dorf. In der Trockenzeit ist er schmal und hat nur wenig Wasser. Doch während der oft 4 Monate anhaltenden Regenzeit, steigt der Pegel des Flusses so stark an, dass es nicht mehr möglich ist, ans andere Ufer zu gelangen. Der Fluß Kua erreicht dann eine Breite von bis zu 40 Metern. Die Bauern können in dieser Zeit ihre Säcke mit getrockneten Kakaobohnen und das geerntete Gemüse nicht verkaufen. Der Dorfälteste erwähnte auch, dass Kranke eventuell im Dorf sterben, da es nicht möglich ist den Arzt in der Stadt zu erreichen. Außerdem können die Kinder die Schule nicht besuchen. In Zeiten, in der der Wasserpegel steigt und die Strömung immer reißender wird, sind in der Vergangenheit schon Kinder im Fluß ertrunken.
Das darf nicht wieder vorkommen!
Ich versprach Spenden für das Projekt zu sammeln. Bitte helft mir, den Brückenbau zu verwirklichen!

Für die Spendensammelaktion bin ich dem gemeinnützigen Verein Aktiv für Afrika e.V.  aus Fürstenfeldbruck beigetreten. Die Vorsitzenden Marianne und Lothar haben 11 Jahre Erfahrung in der Umsetzung von Selbsthilfeprojekten in Ghana. Gemeinsam besuchten wir im Oktober 2019 das Dorf Ayeu noch einmal. Die Bewohner haben sich riesig gefreut, denn Lothar hat schon begonnen den Brückenbau ganz konkret zu planen. Eine Stelle am Fluß wurde gefunden, an der ein Bau gut möglich ist. Die Dorfbewohner versprachen, an der Ausarbeitung des Projekts unentgeltlich mit zu helfen. Schon am folgenden Donnerstag, dem allwöchentlichen Communal Labor Day, begannen die Männer, die Zufahrtswege zu roden und die Streckenlänge auszumessen. Die Metallbrücke müsste demnach eine Länge von 25 Meter haben. Mensah, der Schreiner, spricht gut Englisch und wurde zum direkten Ansprechpartner und Projektleiter des Dorfes ernannt. 
Ist bis Herbst 2020 genügend Geld zusammengekommen, kann die Brücke im Januar 2021 gebaut werden. Lothar wird die technische Bauleitung übernehmen. Marianne wird ihn dabei vor Ort tatkräftig unterstützen. Ich werde euch Projektunterstützer auf dem Laufenden halten. Reisekosten tragen wir selbstverständlich selbst.

Zuletzt aktualisiert am 18. März 2020