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Elternstreit ist Kinderleid - deshalb 'Nein' zu Elternstreit!

Warum braucht es ein KiMiss-Instrument?

PD Dr. Hans-Peter Dürr
PD Dr. Hans-Peter Dürr schrieb am 28.08.2019

Der Begriff Kindeswohl wird in familienrechtlichen Angelegenheiten mannigfaltig eingesetzt - gebraucht und missbraucht, verwendet und verblendet. Dabei liegt ein einfaches Problem zugrunde: Kindeswohl ist eine Meinung, und Meinungen können sich unterscheiden. Wie beantwortet man die Frage 'Was ist Kindeswohl?', wenn die Antworten darauf vielfältig sind?

Eine kurze Antwort ist: durch Meinungsforschung und - weil es beim Kindeswohl um eine kindliche Lebensqualität geht - mit den Methoden der Lebenswissenschaften. Kindeswohl kann definiert werden, indem das Meinungsspektrum in unserer Gesellschaft charakterisiert und eine 'mittlere Meinung' bestimmt wird - das ist das Grundprinzip des KiMiss-Algorithmus.

Das KiMiss-Projekt hat bereits 2014 das Grundproblem aufgezeigt, dass die Mehrheit der Menschen, die zu dem Thema Kindeswohl befragt werden, zu einer 'verzerrten Beurteilung' neigt [1]. Was ist eine verzerrte Beurteilung? Das ist eine Meinung, die mit einer Art mittleren Meinung nicht mehr gut vereinbar ist. Woran liegt es, dass wir Menschen zu verzerrten Meinungen neigen? Dies ist lediglich das Ergebnis des Erfahrungsspektrums in einem jeden von uns, geprägt von guten und schlechten Erfahrungen, von Kindheit, Elternhaus und sozialem Umfeld und allen anderen Einflüssen, die uns geprägt haben.

Entscheidend ist, dass auch Experten oder Personen in familienrechtlichen 'Professionen' von prägenden Verzerrungen betroffen sind. Wenn extreme Einschätzungen von Richtern, Jugendämtern, Sachverständigen oder anderen Verfahrensbeteiligten zu beobachten sind, kann dies daran liegen, dass die zuständigen Personen verzerrt beurteilt haben und dies zu sorgerechtlichen Entscheidungen geführt hat, ohne dass die Verzerrung entdeckt wurde. Auch bei Fällen von Eltern-Kind-Entfremdung scheint eine solche Problematik in Verbindung mit Unkenntnis oft mit involviert zu sein.

Diese Probleme sind nur durch ein Verfahren lösbar, das in der Lage ist, eine Ausreißer-Meinung zu diagnostizieren. Im Rahmen der KiMiss-Forschungen ist oft die Bemerkung aufgetaucht: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit meiner Meinung so am Rand stehe". Interessant dabei: Menschen sind von einer anderen Meinung überzeugbar, wenn sie sehen, dass ihre Meinung eine Außenseiter-Position darstellt.

Die KiMiss Web-App hilft dabei, Extrem-Meinungen und Verzerrungen im familienrechtlichen Umfeld in den Griff zu bekommen, das Meinungsspektrum beim Thema Kindeswohl zu befrieden, und balancierte Entscheidungen über die Zukunft von Kindern zu treffen - bitte unterstützen Sie diese Entwicklungen.

Unterstütze die Entwicklung des KiMiss-Instruments
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