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Bildung für Flüchtlingskinder in Nordost-Indien

Kindern ethnischer Minderheiten in Nordost-Indien soll der Zugang zu Grundbildung ermöglicht werden. Wir finanzieren Lehrer und Brückenkurse für über 5.000 Kinder und ermöglichen begabten Schülern den Besuch einer weiterführenden Schule.

Maria Decker von Childaid NetworkNachricht schreiben

In Nordost-Indien leben viele ethnische Minderheiten. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Konflikten und Vertreibungen. Viele flohen und leben nun seit Jahrzehnten in Camps in den Urwäldern oder am Straßenrand, ohne Einkünfte, Infrastruktur und bebaubares Land. Die Regierung erkennt diese Siedlungen häufig nicht an und stellt deshalb keine Schulen zur Verfügung. Tausenden von Kindern wird Grundbildung vorenthalten.

Zusammen mit unserem lokalen Partner bezahlen wir daher Lehrer und Brückenkurse, um den Kindern grundlegende Fertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln und, wo möglich, den Anschluss an das staatliche Schulsystem zu schaffen.  Die meisten Schulen sind kleine „Barfußschulen“ mit lediglich 1-2 Klassen und 50-100 Schülern, aber es gibt auch 7 größere Schulen mit einem regulären Schulbetrieb in mehreren Jahrgängen. Die Dorfgemeinschaften werden miteinbezogen und kümmern sich z.B. um die Bereitstellung der Gebäude für den Unterricht.

Es reicht nicht, dass die Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen. Sie müssen auch gut unterrichtet werden. Alle unsere Lehrer werden deswegen mehrfach im Jahr in kinderzentrierten, reformpädagogischen Methoden fortgebildet. Es gibt gute Lehrmittel und Supervision. Zusätzliche Aktivitäten wie Sport und Musik ergänzen den Unterricht und fördern die ganzheitliche Entwicklung.

Es ist unser Ziel, die Grundschulen langfristig in staatliche Trägerschaft zu überführen, da wir kein Parallelsystem aufbauen wollen. 2018 ist das mit mehreren Schulen gelungen. Das setzt bei uns Kapizitäten frei, um in weitere Dörfer zu gehen. Derzeit fördern wir rund 5.000 Kinder in über 50 Schulen.

Besonders begabten Kindern ermöglichen wir den Besuch der weiterführenden Schule in Amguri, wo die Kinder auch in einem angeschlossenen Hostel unterkommen können. 2018 konnten erstmal 24 von 25 Kindern aus ethnischen Minderheiten ihre mittlere Reife mit sehr guten Resultaten abschließen. Jetzt steht ihnen der Besuch einer Oberschule oder eine berufsqualifizierende Ausbildung offen. Dieser Programmteil soll weiter ausgebaut werden, denn bisher gibt es kaum Graduierte unter den Santhals und anderen Minderheiten, welche die Rechte der Bevölkerung vertreten oder als Ärzte und Lehrer wirken können.  
Für den Besuch der weiterführenden Schule ist die englische Sprache notwendig. Daher sollen in einigen CARE Schulen Englischkurse für begabte Schüler eingerichtet werden.