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Würdezentrierte Therapie für Menschen mit unheilbarer Erkrankung

Die Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V. engagiert sich für Menschlichkeit, Respekt und Freundlichkeit als Werte, die in der Gesundheitsversorgung besonders schützenswert sind.

J. Spang von Deutsche Gesellschaft für Patientenwürde e. V.Nachricht schreiben

"Die Würdezentrierte Therapie (WzT) nach H. M. Chochinov unterstützt besonders belastete Palliativpatient*innen auf ihrem letzten Lebensweg, und das auf eindrückliche und wirksame Weise, wie zahlreiche internationale Studien zeigen: Menschen, die an den vielfachen und komplexen Herausforderungen einer lebensbedrohenden Erkrankung zu verzweifeln drohen, können mithilfe der WzT Lebenssinn erkennen. Und manchmal auch zu mehr innerem Frieden für sich finden." (Sandra Stephanie Mai, 1. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde e. V.).
Eine schwerwiegende Erkrankung bedeutet eine immense Herausforderung für die Betroffenen und ihre Familien. Menschen in dieser Situation müssen sich ständig auf neue Gegebenheiten einstellen, sie sind konfrontiert mit Schmerzen, Ängsten und Verlusten. Manchmal scheint das eigene Leben nur noch von Krankheit geprägt, fremdbestimmt – und das sichere Gefühl, zu wissen wer man ist, gerät ins Wanken. Hinzu kommt die oftmals große Sorge um jene, die im Falle des eigenen Versterbens zurückbleiben werden. 
Vor diesem Hintergrund wurde die Würdezentrierte Therapie forschungsbasiert entwickelt. Der kanadische Psychiater Harvey M. Chochinov stellte seine Forschungsarbeiten im Jahr 2014 erstmals in Deutschland vor. Die Würdezentrierte Therapie zielt darauf, Betroffene innerlich zu stabilisieren und für ihren weiteren Weg zu stärken.

  • Dies geschieht mithilfe eines therapeutischen Interviewgesprächs. Unterstützt durch Fragen, können Patientinnen Ereignisse und Themen aus ihrem Leben besprechen, die für sie wichtig sind. 
  • Sie haben die Möglichkeit, Gedanken und Wünsche für die ihnen nahestehenden Menschen zu formulieren.
  • Aufgenommen auf Tonband, wird dieses Gespräch transkribiert und editiert.
  • So entsteht daraus ein persönliches Dokument der Patienten für ihre Liebsten.

Die Wirkung der WzT ist inzwischen gut belegt. Unsere Therapeut*innen sind geschult und erfahren. Meist arbeiten sie im Gesundheitswesen (beispielsweise als Psycholog*innen, Seelsorgende, Pflegefachkräfte oder Ärzt*innen) und bieten die WzT ihren schwerstkranken Patient*innen im Rahmen ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit an. Die Umsetzung ist jedoch zeitaufwändig und scheitert deshalb leider oft an institutionellen Rahmenbedingungen. Viele unserer TherapeutInnen möchten die WzT weit mehr Patient*innen zugutekommen lassen als ihnen dies bislang möglich ist. Mit finanzieller Unterstützung kann die Verschriftlichung des Interviewgesprächs durch eine von uns bereitgestellte und qualifizierte Hilfskraft geleistet werden. Damit werden die Therapeut*innen von einem wesentlichen, zeitaufwändigen Arbeitsschritt entlastet. So könnte die WzT mehr Menschen in der Bundesrepublik sowie in der Schweiz und in Österreich zuteilwerden als bislang.