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Casa Madre de Tuparenda: die erste Chance

Ein Projekt von Schönstatt-Patres International e.V.
in Itaugua, Paraguay

Casa Madre de Tupãrenda, Paraguay, ist ein sozialpädagogisches Projekt zur sozialen Wiedereingliederung und persönlichen Entwicklung für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren nach der Entlassung aus dem Jugendgefängnis.

M. Fischer
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Über das Projekt

Casa Madre de Tuparenda - das ist mehr als ein Haus, das ist ein Programm und die erste Chance ihres Lebens für jeweils bis zu 20 Jugendliche, die nach ihrer Entlassung aus dem Jugendgefängnis hierher kommen, um Werkzeuge für den Start in ein neues Leben zu bekommen.
Woher kommen diese jugendlichen Straftäter? Aus der ärmsten Schicht Paraguays, aus dysfunktionalen Familien, aus Siedlungen ohne fließend Wasser, Strom und medizinischer Versorgung. Viele von ihnen haben seit ihrem sechsten oder siebten Lebensjahr mutterseelenallein auf der Straße gelebt, weil Väter oder Mütter im Gefängnis waren, im Ausland Arbeit gesucht, andere Verwandte und Großeltern verstorben oder ebenfalls im Gefängnis waren. Eine Schule hat kaum einer von ihnen je besucht, Hunger und Verzweiflung haben sie zum Stehlen verleitet, Drogen das Elend betäubt. Irgendwann sind sie im Jugendgefängnis gelandet. Manche, weil sie tatsächlich ein Handy oder ein Motorrad gestohlen haben. Manche, weil die Polizei sie einfach verwechselt hat und sie erst nach zwei oder drei Jahren Gefängnis einen Prozess bekommen, wenn überhaupt.
Im Jugendgefängnis in Itauguá gibt es einen Priester, P. Pedro Kühlcke, und eine Gruppe von Männern und Frauen, die sich um diese Jugendlichen kümmern.
Irgendwann fällt diesen Menschen auf, wie oft ein Junge, der aus der Haft entlassen wurde, nach kurzer Zeit wieder da ist. Pa'i, Padre, sagte einer, so berichtet P. Pedro, es gibt keine Arbeit für einen wie mich, meine Familie ist nicht da, ich habe auf der Straße geschlafen, und als ich es vor Hunger nicht mehr ausgehalten habe, habe ich ein Handy gestohlen... die Polizei hat mich erwischt, da bin ich wieder.
So entstand die Idee, für junge Männer zwischen 14 und 18 - ein Haus zu bauen, in dem sie Sozialverhalten lernen und eine Ausbildung zum Bäcker, Gärtner und Industrienäher machen - alles Berufe, die dringend gebraucht werden und wo es gute Arbeitsmöglichkeiten gibt. Ein ganzes Netzwerk von Unternehmen wurde gewonnen, wo diese jungen Leute nach dem neunmonatigen Programm zunächst ein Praktikum machen und dann als feste Arbeitskräfte übernommen werden.
Wenn ein Junge dann sagt: Ich möchte einmal für meine Kinder der Vater sein, den ich nie hatte,  spürt man, was dieses Projekt  bedeutet.
Offizielle Webseite

Über

betterplace.org ist die größte deutsche Spendenplattform. Seit 2007 helfen wir Menschen, Hilfsorganisationen und Unternehmen, Gutes zu tun. Alle Projekte auf betterplace.org sind gemeinnützig. Da auch wir selbst gemeinnützig sind und nicht profitorientiert arbeiten, ist unsere Plattform für die Projekte kostenlos.
2007gegründet
12.500gemeinnützige Organisationen
185 Mio €für den guten Zweck
Initiative Transparente Zivilgesellschaft (Logo)

Casa Madre de Tupãrenda, Paraguay, ist ein sozialpädagogisches Projekt zur sozialen Wiedereingliederung und persönlichen Entwicklung für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren nach der Entlassung aus dem Jugendgefängnis.

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Was genau benötigt wird

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