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Burkina Faso: Gemeinsam für Mädchenschutz

Seit 2011 sind wir in Burkina Faso aktiv. Mit lokalen Partnern ermöglichen wir Mädchen den Schulbesuch und schützen sie wirksam vor Genitalverstümmelung. Hier sind 3 von 4 Mädchen dieser schweren Gewalt ausgesetzt.

Simone S. von SAIDA International e.V.Nachricht schreiben

Zouma und die anderen Kinder auf dem Startbild sind die ersten Kinder, die wir 2011 in unser Mädchenschutzprogramm aufgenommen haben. Damit die Mädchen geschützt vor Genitalverstümmelung aufwachsen und die Schule besuchen dürfen, treffen wir Vereinbarungen mit den Eltern. Zouma und viele andere Mädchen nehmen an jährlichen Kindervorsorgeuntersuchungen teil. Alle bekommen einen Gesundheitspass, der die Ergebnisse dokumentiert.
Diese neue präventive Maßnahme haben wir mit viel Zuspruch der Bevölkerung etablieren können. Denn in Burkina Faso steht die Genitalverstümmelung von
Mädchen zwar seit 1996 unter Strafe, doch noch immer werden drei von vier Mädchen Opfer dieser Praktik. Den Kindern werden dabei Klitoris und Labien herausgeschnitten, um eine eigenständige Sexualität zu unterdrücken und sie gefügig zu machen. 
Wenn eine Gewaltform wie die Genitalverstümmelung so stark verbreitet ist, herrscht großer sozialer Druck auf den Familien, die ihre Kinder unversehrt aufwachsen lassen wollen. Damit die Eltern von Zouma und den anderen Mädchen diesem sozialen Druck standhalten können, betten wir die Mädchenschutzarbeit in konkrete Maßnahmen ein, wir fördern: Schulbildung, Gesundheitsversorgung
für die Kinder, Einkommensmaßnahmen zur Stärkung der Frauen und Aufklärungsarbeit mit unserer Partnerorganisation vor Ort.