Gerettet - und doch fast dabei umgekommen
Kein schönes Bild bot sich unseren WildtierpflegerInnen, als vor ein paar Tagen zwei sterbenskranke Krähen bei uns im Tierheim abgegeben wurden.
Wie sich herausstellte, waren die beiden Pechvögel bereits zwei Wochen lang bei einer Privatperson ohne Fachwissen "aufgezogen" worden. Erst dann, als diese ihre Überforderung erkannte, entschied sie sich die Krähen abzugeben. Die Dame überließ auf unfreundliche Art und Weise der Taubenhilfe München "das Problem", die sich zum Glück der Krähen gleich an unsere Wildtierstation wandte.
Bei den armen Tieren besteht leider der Verdacht auf Chlamydien, eine hochansteckenden Vogelkrankheit und so mussten sie bei uns erstmal in strenge Quarantäne.
Nun die gute Nachricht: Nach bereits drei Tagen mit dem richtigen Futter und vor allem tierärztlicher Versorgung geht es den Krähen wieder sehr viel besser. 
Nun unsere Bitte an alle Tierfreunde:
Die richtige, artgerechte Versorgung von Wildtieren ist nicht vergleichbar mit der von Haustieren! Sie bedarf einer gewissen Sachkunde! Ohne diese könnt ihr den Tieren bei falscher Versorgung im schlimmsten Fall schweren Schaden zufügen.
Wenn ihr Wildtiere in Not findet, bitte nehmt sie nicht eigenmächtig in Pflege, sondern wendet euch an fachkundige Stellen, einen Tierarzt oder an unsere Wildtierstation.
Diese erreicht ihr unter Tel.: 089 / 921 000 76 oder per Email an: wildtiere@tierheim-muenchen.de.
Auch unsere Tierschutzinspektoren können helfen: Tel.: 089 / 921 000 14; Email: inspektoren@tierschutzverein-muenchen.de
Vielen Dank!
Euer Tierschutzverein München