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Europas letzter Urwald - Białowieża Nationalpark Projekt

Das Projekt untersucht die Bedeutungen, die der Białowieża Urwald für verschiedene Interessensgruppen hat. Durch Interviews mit Vertreter*innen dieser und die anschließende Ausstellung wollen wir Aufmerksamkeit für den bedrohten Naturraum schaffen.

L. Worsch von Ostblick Berlin-Brandenburg e.V.Nachricht schreiben

Der Białowieża Urwald liegt an der Ostgrenze Polens auf polnischer und weißrussischer Seite. Seit 1923 wird ein Teil des polnischen Waldes als Nationalpark geschützt. Der größere Teil des Urwalds auf der weißrussischen Seite ist vollständig geschützt. Der Białowieża Urwald ist nicht zuletzt aufgrund seiner Vielzahl an (gefährdeten) Tier- und Pflanzenarten bis heute von biologischem wissenschaftlichem Interesse. Als einer der letzten verbliebenen Urwälder Europas ist er außerdem Symbol eines transnationalen Umweltschutzes, für den sich auch die Europäische Union (EU) und die Vereinten Nationen (UN) einsetzen. Seit Jahrhunderten ist der Wald Gegenstand von Auseinandersetzungen verschiedener Interessensgruppen. 

Wirtschaftliche und politische Interessen zerren heute an dem Urwald. Der Konflikt der polnischen Regierung mit der EU im Jahr 2017/2018 über die Fällungen im Białowieża rückte den polnischen Nationalpark ins öffentliche und mediale Rampenlicht. 

Das Projekt „Europas letzter Urwald – Der Białowieża als umstrittener Naturraum“ möchte die diversen Bedeutungen untersuchen, die der Urwald für verschiedene Interessensgruppen hat. Im Rahmen des Projekts sollen Interviews mit verschiedenen Akteur*innen durchgeführt werden: Politiker*innen auf polnischer, weißrussischer und europäischer Seite sollen hier ebenso Gehör finden wie Wissenschaftler*innen, wirtschaftliche Unternehmer*innen, Naturschützer*innen oder Menschen, die durch ihre Arbeiz direkt vom Urwald abhängig sind, wie etwa Förster*innen. Auch die touristische Erschließung der Region sowohl in Polen, als auch in Weißrussland wird Gegenstand der Untersuchungen sein.

Für die Durchführung des Projekts wird die Gruppe in zwei Exkursionen nach Warschau, Minsk und in den Białowieża Nationalpark auf polnischer und weißrussischer Seite unternehmen. Die Interviews werden audiovisuell festgehalten. Das Projekt soll möglichst die polnische und weißrussische Seite gleichteilig bearbeiten.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist, Aufmerksamkeit auf einen Naturraum zu lenken, der durch die polnische Regierung nach wie vor akut gefährdet ist und der in der europäischen Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Es ist fraglich, ob die EU, wie Zaren und Könige in den letzten Jahrhunderten, dauerhaft die Rolle des Beschützers wird einnehmen können. Die Aufarbeitung historischer und kultureller Hintergründe und Bedeutungen des Białowieża kann nachdrücklich zu dessen Schutz beitragen.

Ergebnis des Projekts wird sein, in einer Ausstellung in Berlin die Resultate vorzustellen. Fotos, Videoaufnahmen und Interview-Ausschnitte der einzelnen Akteur*innen sollen sich hierbei interaktiv ergänzen. Eine dauerhafte Festhaltung der Ergebnisse auf einer Website ist angedacht. Des weiteren sollen journalistische Artikel veröffentlicht werden, um die Aufmerksamkeit auf das Thema zu erhöhen.