Fotoprojekt "Meu Moçambique, meu mundo"

Ein Hilfsprojekt von K. von Appen in Maputo, Mosambik

88 % finanziert

K. von Appen (verantwortlich)

K. von Appen
Fotoworkshop mit Jugendlichen in Quissico – Inhambane - Maputo
von Kim von Appen & Lilly Busch

Als Freiwilllige im Programm Weltwärts der GIZ sind wir seit September 2010 in Mosambik und arbeiten in sozialen Projekten lokaler gemeinnütziger Organisationen an verschiedenen Orten mit.
Mosambik beeindruckt uns als ein Land voller Kontraste. Im Vergleich zwischen der Hauptstadt Maputo, der Siedlung Quissico und der Kleinstadt Inhambane werden unterschiedliche Lebensweisen und -situationen deutlich. Wir fotografieren gern und können damit die verschiedenen Blickwinkel dokumentieren und reflektieren.

Daraus entstand unsere Idee, Fotokurse für insgesamt 16 Jugendliche im Alter von 12-20 Jahren in jedem der genannten Orte anzubieten. Ein 2-tägiger von uns geleiteter Workshop bietet Einblick in die Fotografie und den Umgang mit der Kamera. Anschließend erhält jede/r Teilnehmende für einen 2-wöchigen Zeitraum eine Digitalkamera, um individuell und nach eigener Vorstellung sein Leben, seinen Alltag, seine Gedanken und Träume in Fotos festzuhalten. Jede/r erstellt dann nach einheitlichem Muster einen „persönlichen Steckbrief“, der Auskunft über Person, Herkunft, Wünsche etc. gibt. Danach erfolgt mit uns die Auswertung und Auswahl der Fotos.

Die Ergebnisse aller Teilnehmer/innen werden als Katalog jedem Jugendlichen ausgehändigt, um so nicht nur das eigene sondern auch das Gesamtwerk anzuschauen und zu besitzen und damit das Bild jedes Einzelnen von seinem Dorf, seiner Stadt und dem Land kennenzulernen. Das Fotoprojekt trägt dazu bei, ein Bewusstsein für die Vielseitigkeit von Mosambik zu entwickeln - sowohl bei den Teilnehmer/innen, als auch bei uns selbst. Wir möchten die Ergebnisse in lokalen Kulturstätten ausstellen.

Kernziel ist, Interesse und Begeisterung für Fotografie zu wecken und die Jugendlichen zu inspirieren. Virtuelle Wahrnehmung und motorische Fähigkeiten werden durch den Umgang mit der Kamera gefördert. Im Vordergrund steht die Anregung zur Reflektion über die eigene Lebenssituation sowie die Erweiterung des Blickes auf das Wohnumfeld und das Land.

16 verschiedene mosambikanische Leben werden individuell dokumentiert, sie sind nur ein Ausschnitt aus einem großen Land und verdeutlichen besonders eines: Nicht nur die vielfach gebräuchliche Verallgemeinerung des Kontinents auf „Afrika“ ist unangemessen - genauso wenig kann ein Land wie Mosambik oder sogar eine Stadt verallgemeinert werden.

Das ist einer der Aspekte, mit dem wir als Freiwillige konfrontiert werden. Das Land, in dem wir uns befinden, ist so vielseitig und so groß, dass es schwer scheint, seine Kultur kennenzulernen und selbst einen Platz darin zu finden, Eindrücke einzustufen, Meinungen zu entwickeln und einen Ansatz für Projekte und Ideen zu finden, um uns einzubringen und etwas zu bewegen. Wir werden ebenfalls unser eigenes Leben, das Jahr als Weltwärts - Freiwillige nach gleichem Muster wie die Teilnehmer/innen dokumentieren und reflektieren.

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Ort: Maputo, Mosambik

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Informationen zum Projekt:

Fragen an K. von Appen (verantwortlich):

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