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Wir sind Das Volk! Und nu...? eine Meinungstauschbörse

Nach der letzten Bundestagswahl wächst die Polarisierung der Gesellschaft und die Sprachlosigkeit – auch in der Oberlausitz. Wir als Kulturverein in einem kleinen Dorf bei Zittau halten diesen Zustand für dringend (theatralisch) bearbeitungswürdig.

Armin R. von Kulturfabrik Meda e.V.Nachricht schreiben

Die Oberlausitz mit ihren Grenzen nach Polen und Tschechien macht seit der Friedlichen Revolution 1989 in Sachen Demokratie immer wieder Schlagzeilen: mit ihrem in vielen Orten der Region verwurzelten oppositionellen Netzwerk war sie die aufrührerischste ländliche Region in der ehemaligen DDR. Tausende strömten auf die Straßen und diskutierten über die Zukunft ihres Landes. 

Diesem Freiheitsdrang folgten wenige Monate später Überfälle auf Reisende aus Polen und Tschechien, eine rechte und wie auch linke radikale Szene etablierte sich. Stichworte sind Hoyerswerda 1991, Kornmarkt Bautzen oder Ostritz. 
Es gab und gibt viele Anstrengungen aus der Zivilgesellschaft, dieser fremdenfeindlichen Bewegung mit einem offenen, auf ein gemeinsames Europa orientierten Gesellschaftsbild entgegenzutreten. Dem dienten und dienen auch die zahlreichen künstlerischen wie kulturbildenden Projekte insbesondere in der Soziokultur, die grenzüberschreitend ausgerichtet sind. 

Viele Menschen in der Bundesrepublik und in der Oberlausitz schockierte das Wahlergebnis der vorjährigen Bundestagswahl. Bereits im Jahr des Wahlkampfs war eine zunehmende Radikalisierung der Sprache zu bemerken, dazu kam die wachsendePolarisierung der Gesellschaft bis zur Entzweiung von Familien und die damit einhergehende Sprachlosigkeit. Jetzt, ein knappes Jahr nach der Wahl ist letztere zum Normalzustand geworden: wir können immer weniger miteinander ins Gespräch kommen, ohne sofort in Muster von Rechthaberei und Rechtfertigung, politischen Parolen, Nazi- oder FakeNews-Vorwürfen zu verfallen. 
Wir als Kulturverein in einem kleinen Dorf bei Zittau halten diesen Zustand für dringend „bearbeitungswürdig“.

Wir haben in Interviews und Gesprächen Material gesammelt, um daraus ein max. 60-minütiges Theaterstück zu entwickeln. Wir wollen versuchen, das auf der Bühne zu zeigen, was Menschen mehrheitlich in der Oberlausitz bewegt. Das Stück wird so entwickelt, dass nach der Pause im zweiten Teil Schauspieler und Publikum ins Gespräch kommen, um so die nicht mehr stattfindende Kommunikation wieder in Gang zu bringen.

Wichtigster Projektpartner bei der Umsetzung dieses Konzepts ist die junge Berliner Theatergruppe „Shakespeare 2 go“. Als Projektträger halten wir es für sehr hilfreich, die Oberlausitz mit einem jungen, neugierigen Blick von außen zu sehen. Vermutlich würde es uns auch selber gar nicht mehr gelingen, die Interviews und Gespräche unvoreingenommen zu führen, da wir Teil der Sprachlosigkeit sind. 

Der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen unterstützt uns mit einer 50%igen Förderung. 
Deshalb hier unser Aufruf, uns mit Spenden zu unterstützen!

Neben Sponsoring von Firmen und anderen Kulturstiftungen benötigen wir weitere 5000 Euro, um das Projekt zu stemmen. Herzlichen Dank!