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Aufklärungsprojekt gegen die Beschneidung von Mädchen in Burkina Faso

Aufklärungsprojekt gegen die Beschneidung / weibliche Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen im Norden Burkina Fasos

Mandy B. von NALA e.V.Nachricht schreiben

Das kleine Dorf Kindibo, ca. 40 Kilometer von der Bezirkshauptstadt Ouahigouya entfernt, nur durch eine sog. Allwetter Piste mit der Außenwelt verbunden, bietet sich besonders als Projekt an, da es hier noch keinerlei Aufklärung gegen Beschneidung gibt. In Kindibo werden alle Mädchen von 0-15 Jahren zu 100% an ihren Genitalien verstümmelt. Das Ziel von NALA e.V. ist, diesem grausamen Ritual ein Ende zu setzen. Das geht nur mit nachhaltiger Aufklärung von Fachfrauen und –männern sowie Bildung für alle Kinder. Nur eine gebildete Gesellschaft kann ihren Kindern Schutz bieten. Unser Verein Nala e.V. – Bildung statt Beschneidung - arbeitet mit einheimischen, speziell ausgebildeten Fachfrauen und -männern zusammen, Animatricen und Animateuren. Kulturelle oder sprachliche Missverständnisse sind somit ausgeschlossen. Bis Ende 2018 wird das Dorf statistisch erfasst, damit wir ermitteln können, wie viele Mädchen in Kindibo von der genitalen Verstümmlung bedroht sind. In Burkina Faso wird die schwerste Form der Genitalverstümmelung praktiziert, die sog. Pharaonische Beschneidung (laut WHO Typ III).  Ein sehr engagierter Burkinabe, (Menschen von Burkina Faso), ist vor zwei Jahren in sein Heimatdorf zurück gekehrt und hat mit eigenen Mitteln eine Rinderfarm aufgebaut, die das dörfliche Leben vollkommen neu ausrichtet. Diesen Einheimischen konnten wir als Unterstützer und Fürsprecher für dieses Projekt gewinnen. 
Burkina Faso, drittärmstes Land der Welt, Analphabetenquote von 70-80%, liegt im Westlichen Afrika (früher Obervolta). Viele Religionen leben dort weitgehend friedlich neben- und miteinander. Die Tradition der Mädchenbeschneidung ist weit verbreitet, es erfordert kluge Strategien und Behutsamkeit, dagegen vorzugehen. Die Regierung hat die Mädchenbeschneidung zwar offiziell verboten, aber ohne wirksame Aufklärung wird dieses Verbot nicht umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Burkinischen Verein ABN (Association Bangr Nooma) klären Animateure und Animatricen in dem Dorf auf über die Schäden, gesundheitlichen Probleme und gar Todesfälle, die durch diese unsägliche Tradition verursacht werden.
In Kindibo werden in naher Zukunft immer mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte benötigt. Wir möchten den Ausbau der weiterführenden Schule und möchten dies mit einem Schulerweiterungsbau sicherstellen. Immer verbunden mit Aufklärung sind auch Bildungsprojekte, denn nur durch Bildung, die zur größeren Selbstständigkeit der Frauen führt, kann diese Tradition nachhaltig abgeschafft werden. Unser Partner-Verein vor Ort, ABN, hat in Burkina Faso nachweislich schon viel erreicht und die Aussicht, dass dieses Konzept auch in Kindibo greift, ist groß.
Für dieses Projekt sind in nächster Zeit ca. 20 000 Euro veranschlagt, die in einen Schulbau sowie in die Aufklärung gegen die Mädchenbeschneidung fließen werden. 5000 Euro sind bereits durch eine Spendenaktion aufgebracht worden.

Weitere Infos unter:  
www.nala-fgm.de
www.Faduma-Korn.de