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120 Familien in Bangladesch mit sauberem Wasser versorgen

120 Familien mit besonders hohen Arsengehalten im Trinkwasser wurden ausgewählt, um kostengünstige Prototypen zur Wasseraufbereitung auf Praxistauglichkeit zu testen. Werde Brunnenpate und gestalte die Zukunft für diese Menschen mit.

M. Maier von AGAPE e.V. - Hilfe zur SelbsthilfeNachricht schreiben

Arsen im Trinkwasser: Ein großes, aber lösbares Problem

In Bangladesch wird außerhalb der Städte Trinkwasser über Handpumpen aus dem Grundwasser gewonnen. Dabei überschreiten mehr als 25 % der Brunnen die WHO-Empfehlung für Arsen (10 µg/l). Rund 40 Mio. Bangladeschi sind davon betroffen und jährlich werden etwa 43.000 Todesfälle auf Arsen zurückgeführt. Vor allem Kinder und schwangere Frauen sind gefährdet. Obwohl dieses Problem schon seit den 1980-er Jahren bekannt ist, wird bisher zu wenig getan, um der Bevölkerung sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen eines ersten Projekts (https://www.betterplace.org/de/Projects/ 56254) verfolgen wir bereits das Ziel, insgesamt 10.000 Kindern in Schulen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. 

Natürlich sind nur wenige Familienmitglieder in der Schule und jeweils nur einige Stunden am Tag. Insbesondere Familien mit Kleinkindern, brauchen den gesamten Tag Zugang zu sauberem Wasser. Der Heidelberger Verein AGAPE e.V. hat in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Hydrogeologie und Hydrogeochemie der Universität Heidelberg unter Anderem in Nabiganj (Sylhet) mehrere Ortsbesichtigungen durchgeführt und mehr als 1.500 Wasserproben analysiert. Anhand der Ergebnisse von Dr. Martin Maier und seinem Team konnten daraus 120 Familien ausgesucht werden, bei denen die Arsengehalte mit > 200 µg/l die Empfehlung der WHO signifikant überschreiten. 

Die Entfernung von Arsen aus dem Wasser ist technisch vergleichsweise einfach. Allerdings müssen die eingesetzten Verfahren sorgfältig an die Wasserzusammensetzung und die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden. Innovative Verfahren und Filtermaterialien können preiswert, bedarfsorientiert und nachhaltig eingesetzt werden. Bei besonders hohen Eisengehalten muss das Wasser durch Oxidation vorbehandelt werden. Die Entfernung des Eisens erfolgt durch Sandfilter oder Fällung (chemisch oder elektrisch). Für die Nachbehandlung soll innovatives Filtermaterial der Fa. WatchWater eingesetzt werden. 

Für die Vorbehandlung sind Vorratsbehälter notwendig, die von einzelnen oder mehreren Familien genutzt werden können. Auf diese Weise verteilen sich die Kosten der Wasserbehandlung auf mehrere Nutzer. Ziel ist es, in den nächsten Jahren 120 solcher kleinen Wasseraufbereitungsanlagen zur Eisen- und Arsenentfernung zur Verfügung zu stellen und technologisch an die Bedürfnisse der Nutzer und die Wasserzusammensetzung anzupassen. Im Rahmen eines parallel laufenden Forschungsprojekts soll die soziale Akzeptanz dieser Filtertechnologien untersucht werden. Der Betrieb der Anlagen soll mittelfristig aus eigenen Mitteln der Bevölkerung finanziert werden. Für den Aufbau und die Inbetriebnahme der Anlagen benötigen wir Spenden.

Wenn Sie eine Patenschaft für einen Brunnen übernehmen wollen, halten wir Sie mit Fotos der Anlage und der zufriedenen Nutzer jährlich über den Zustand des Brunnens und der Anlage auf dem aktuellen Stand.