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„Haus mit der Roten Fahne“ der Arbeiterbewegung in München erhalten

Der Münchner Stadtrat will per Räumungsklage das „Haus mit der Roten Fahne“ beseitigen, einen Treffpunkt der Arbeiterbewegung in München, weil ihm dessen Einsatz gegen Rassismus, Faschismus und Krieg nicht passt. Der Kampf dagegen braucht Spenden.

J. Mühlbauer von August-Kühn-VereinNachricht schreiben

Mitten in München steht ein Haus, auf dem seit 40 Jahren die rote Fahne weht. Es ist das einzige seiner Art und fester Bestandteil des Stadtbildes. Es beherbergt einen Verlag, eine Druckerei und verschiedene Organisationen der Arbeiter- und demokratischen Bewegung. Es ist eine soziale Begegnungsstätte, ein Ort kultureller Veranstaltungen, der Literatur und der Volksbildung. Hanne Hiob, Tochter Bertolt Brechts, der Arbeiterschriftsteller August Kühn u.a. waren hier zu Gast. Deshalb ist das Haus auch Sitz des „August-Kühn-Verein für die Förderung der Münchner Arbeiterkultur und der Stadtteilkultur im Westend e.V.“.
Hier werden Transparente gemalt, Flugblätter, Plakate, Bücher gelesen, geschrieben, gestaltet und gedruckt, Veranstaltungen, Filmvorführungen, Musik- und Theaterproben, Lesungen und Versammlungen durchgeführt.
Der Münchner Stadtrat will das Haus räumen und abreißen, weil ihm die politische Ausrichtung seiner Nutzer nicht passt. „Wir wollen keine Kommunisten in München“, ist der Tenor.
Über 2.200 Menschen haben eine Petition zum Erhalt des Hauses unterzeichnet. Jugendorganisationen, gewerkschaftliche Gremien und kulturelle Einrichtungen sowie Gewerbetreibende und Nachbarn aus dem Viertel haben an die Landeshauptstadt appelliert, das „Haus mit der Roten Fahne“ zu erhalten. Die öffentliche Meinung ist auf Seiten der Arbeiterbewegung, der Antifaschisten und Kriegsgegner, von denen dieses Haus genutzt wird.
Dessen ungeachtet hat der Münchner Stadtrat am 15. Februar 2017 einen Beschluss zur Beendigung des Mietverhältnisses und zur Einreichung der Räumungsklage getroffen. Grundlage war die bereits mehrfach (auch durch die städtische Verwaltung) widerlegte Behauptung, man könne auf dem Grundstück billigen Mietwohnraum schaffen. Dass der Steuerzahler mind. 500.000€ Defizit zu zahlen hat, egal welche andere Nutzung auf dem Grundstück realisiert wird, interessiert nicht. Dass die Stadt immer noch keinerlei Planung hat, was sie mit dem Grundstück anfangen will, interessiert nicht.
Der Stadtrat traf seine Entscheidung aus eindeutig politisch motivierten Beweggründen, was einen schweren Eingriff in die Meinungs-, Vereinigungs- und Pressefreiheit bedeutet. Die öffentliche Bibliothek, die Proberäume für Straßentheater und Musik, der Veranstaltungsort für Meinungsaustausch, Filmvorführungen und Lesungen, Verlag und Druckerei für die Herausgabe von Literatur der Arbeiterbewegung – das soll verschwinden. Wir wollen das Haus erhalten, weil die demokratische und Arbeiterbewegung für all diese Dinge eine Infrastruktur braucht – v.a. in Zeiten von zunehmendem Rassismus und Nationalismus und einer wachsenden Kriegsgefahr.
Aber die Kosten für diesen Kampf, für Prozesse, Gutachter, Anwälte und Mobilisierung sind enorm – wir brauchen dringend Spenden! Sollten wir den Gerichtsprozess in Sachen Räumungsklage gewinnen, werden die Spenden verwendet, um Romane und Sachbücher zur Kultur und Geschichte der Arbeiterbewegung wieder herauszugeben, die von anderen nicht mehr verlegt werden, weil sie keinen Profit erwarten lassen.  
Weitere Informationen: www.Haus-mit-der-Roten-Fahne.de

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