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Internationales Tanzprojekt für Jugendliche 2018 in Portbou, Katalonien

Ein Projekt von Dekanat Saarbrücken
in Portbou, Spanien

Internationales Tanztheaterprojekt für Jugendliche in Portbou/Katalonien 2018, Flucht und Asyl heute – umgesetzt in Tanz- mit eigens komponierter Musik, eigener Choreografie. Unser 5. Tanzcamp, und das bisher am schwierigsten zu finanzierende.

H. Schell
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Über das Projekt

Passagen in Portbou_2018
Internationales Tanztheaterprojekt für Jugendliche vom 24.6. bis 8.7.2018 in Portbou/Katalonien


Passagen in Portbou oder Walter Benjamin und das Gedächtnis der Namenlosen. Flucht, Asyl, Migration – Bruchlinien Europas.


Worum geht es?

Auf Schlauchbooten übers Mittelmeer, zu Fuß, über meterhohe Stachelzäune, in Bussen, Sonderzügen fliehen Tausende auf lebensgefährlichen Passagen in Richtung Westeuropa. Sie retten sich vor Krieg, Armut, Verfolgung oder ökologischen Verwüstungen in ihren Heimatländern. Diese Menschen suchen und brauchen Schutz, doch in vielen Teilen Europas erfahren sie Haft, Hunger, Verelendung und eine heftige, nationalistisch gefärbte Abwehrhaltung. Diese bedrückende Situation in Europa wird ein Gegenstand der inhaltlichen Auseinandersetzung des Projektes darstellen. 

Eine zweite inhaltliche Dimension ist mit dem katalonischen Grenzort Portbou verbunden. Die vom spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) hart geprüfte Stadt, war für viele, vor dem Franco-Regime Flüchtende, letzter spanischer Ort vor der ungewissen Grenzüberschreitung in das Frankreich des Vichy-Regimes.

Am 25. September 1940 überquert Walter Benjamin, ein deutscher Philosoph auf der Flucht aus Nazi-Deutschland, mit einer Gruppe von Flüchtigen die Pyrenäen und erreicht Portbou. Spanische Grenzwächter verweigern Benjamin wegen des fehlenden Ausreisevisums aus Frankreich die Durchreise, gestatten ihm aber, vermutlich wegen seines schlechten Gesundheitszustandes, die Nacht im Grenzort zu bleiben. Aus Verzweiflung nun zurückgeschickt zu werden, nimmt er sich am Abend des 26. September das Leben. Er wird auf dem alten Friedhof in Portbou unmittelbar oberhalb des Meeres beerdigt. 1994 wurde dort ein berührender Gedenkort von dem israelischen Künstler Dani Karavan geschaffen. Eine Hommage an einen großen Denker der Moderne, der das Schicksal der Geflüchteten teilte.

Flucht und Asyl heute – der neue europäische Rechtspopulismus – Portbou und der spanische Bürgerkrieg – Walter Benjamin, Denker und Geflüchteter sind die Koordinaten dieses Projektes.

Was werden wir machen?

  • Zwei Wochen einfach leben (in Klassenzimmern der Grundschule von Portbou)
  • Täglich 5 Stunden tanzen
  • Ausflüge, Exkursionen, thematische Workshops, Musikabende, Hip Hop Workshops, Battle’s am Strand, Chillen am Meer, Baden im Meer und mehr.

Beschäftigen werden wir uns u.a. mit:

  • Walter Benjamin, Philosoph und Geflüchteter. Sein Leben und sein Denken.
  • Flucht und Asyl heute
  • Portbou und der spanische Bürgerkrieg
  • Meine Vorurteile und deren Entstehung
  • Ideen entwickeln für einen offenen und respektvollen Umgang der unterschiedlichen Kulturen in Europa
  • Hip Hop und seine subversive Kraft

Über

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2007gegründet
12.500gemeinnützige Organisationen
185 Mio €für den guten Zweck
Initiative Transparente Zivilgesellschaft (Logo)

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Was genau benötigt wird

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