Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere Deinen Browser

Wir wollen die Welt mit Dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist Dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, Dein betterplace.org-Team

Videoreihe "Aufeinander zugehen - Voneinander lernen"

Fill 100x100 bp1479301826 13892098 1042357235884268 2341804267049480231 n

Erstellung einer Aufklärungs-Videoreihe unter dem Motto "Aufeinander zugehen - Voneinander lernen" um die Vorurteile gegenüber Psychisch Erkrankten abzubauen, Sie zu integrieren und Sie so einen Teil der Gesellschaft werden zu lassen.

A. Bothe von Selbsthilfeverein "Dieser Weg - Zurück ins Leben"Nachricht schreiben

Patienten mit psychischen Erkrankungen leiden nicht nur unter den Symptomen ihrer Krankheit selbst, sondern auch unter den negativen Vorurteilen ihrer Umwelt. So haben, wie erst kürzlich eine in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie gezeigt hat, mehr als zwei Drittel aller Patienten mit Depressionen bereits Erfahrungen mit Diskriminierungen in irgendeiner Form gemacht. Mehr als ein Drittel berichtete, von anderen Menschen aufgrund ihrer Erkrankung gemieden zu werden.

Für mich stellt sich gerade die Frage, wer stigmatisiert hier wen? Sind es wie oben genannt die „anderen Menschen“, oder tragen wir als Betroffene denn nicht auch selbst dazu bei?

Zum einen sind es die „anderen“. Sie haben Vorurteile gegenüber Erkrankten. Sie sehen, dass wir das Arbeitspensum welches gefordert wird nicht mehr schaffen, so dass jemand für uns mitarbeiten muss. Sie sehen, dass wir uns zurückziehen und nicht mehr für spontane Aktivitäten zur Verfügung stehen. Sie sehen uns aus für Sie unerklärlichen Gründen weinen, obwohl das „WETTER DOCH SO SCHÖN IST“. Viele dieser „Anderen“ haben eine Meinung zu diesem Thema, aber sie haben keine Ahnung was es heißt an Depression erkrankt zu sein.

Wie fühlt sich eine Depression an?

Aussagen von Betroffenen: „Die Hölle“, „Immer am Rand der Selbstzerstörung“, „Angst“, „Verzweiflung“, „Selbstwertverlust“…

Zum anderen sind es wir „Betroffene“ auch selbst die uns selbst stigmatisieren. Wir trauen uns nicht jemanden von unserer Krankheit zu erzählen. Die Angst vor Benachteiligung hält uns ab, dass wir uns professionelle Hilfe suchen, Betroffene haben Angst eine enge Beziehung zu einem Menschen einzugehen, wir bewerben uns nicht um einen Arbeitsplatz. 71% der Betroffenen ziehen es vor, Ihren Mitmenschen nichts von Ihrer Erkrankung zu erzählen.

Wie soll dann bitte eine Entstigmatisierung funktionieren?


Um Vorurteile gegenüber Psychisch Erkrankten abzubauen, möchten wir eine Videoreihe unter dem Motto "Aufeinander zugehen - Voneinander lernen" in Leben rufen. Der Titel der 1. Folge heißt "Wer stigmatisiert hier eigentlich wen?". Sie wird im Rahmen des "1. Kitzinger Depressions-Trilog" enstehen. Was heißt das - TRIALOG? Wir können nur voneinander lernen. Wir als Betroffene müssen uns trauen aus der Deckung zu gehen. Ich weiß, es ist viel verlangt. Aber nur so, kann es zu einer Akzeptanz für unsere Erkrankung kommen. Und Ihr „Anderen“, bitte schaut hin, informiert Euch über die Krankheit, traut Euch uns anzusprechen.
Wir wissen, dass das nicht von heute auf morgen funktionieren wird. Aber lasst uns gemeinsam daran arbeiten. Eine psychische Erkrankung wird von den beteiligten Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Im Rahmen eines Trialoges geht es darum, Erfahrungen auszutauschen. Also den unterschiedlichen Perspektiven „Raum“ zu geben. Damit verbunden ist ein Bemühen, den anderen zu verstehen und ihn als Experten in eigener Sache anzuerkennen. Das bedeutet voneinander Lernen unabhängig von persönlichen Bindungen und professioneller Verantwortung.

Hilf mit, das Projekt zu verbreiten