Deutschlands größte Spendenplattform

Bitte aktualisiere deinen Browser

Wir wollen die Welt mit dir zusammen besser machen. Dafür brauchen wir einen Browser, der aktuelle Internet-Technologien unterstützt. Leider ist dein Browser veraltet und kann betterplace.org nur fehlerhaft darstellen.

So einfach geht das Update: Bitte besuche browsehappy.com und wähle einen der modernen Browser, die dort vorgestellt werden.

Viele Grüße aus Berlin, dein betterplace.org-Team

1 / 37

CADUS - Emergency Response

Update aus dem Feldkrankenhaus al-Hol in Nordsyrien

Team C.
Team C. schrieb am 06.08.2019



Unsere letzten Neuigkeiten unter Emergency Response bei Betterplace liegen ja schon eine ganze Weile zurück. Inzwischen ist jedoch eine Menge passiert, wie ihr vielleicht auch über andere Social-Media-Kanäle verfolgen konntet. In enger Zusammenarbeit mit unserer lokalen Partnerorganisation haben wir es geschafft, ein Feldkrankenhaus im Geflüchteten-Camp al-Hol in Nordsyrien aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.



Hier wird mittlerweile regelmäßig operiert, darunter vor allem orthopädische Eingriffe wie die Behandlung von alten Brüchen. Aber auch Operationen von Hernie (Durchbruch von Eingeweiden aus der Bauchhöhle) werden durchgeführt. Hilfreich dabei ist die neu eingerichtete Blutbank, mit der auch Transfusionen möglich sind und somit auch OPs mit höherem Blutverlust.



In der Einrichtung behandeln wir bisher fast ausschließlich Kinder. Nach einer etwas schleppenden Anlaufphase sind unsere 17 Betten meist ausgelastet.




Noch keine Entspannung der Situation

Neben ‚unserem‘ Krankenhaus gibt es noch zwei weitere mit anderen Spezialisierungen. Bei 70.000 Bewohner*innen im Camp mit z.T. jahrelang verschleppten Problemen oft die erste Möglichkeit, sich medizinisch behandeln zu lassen. Das Operation Desk, die Notfallzentrale für die Verteilung der Patient*innen im gesamten Camp, wird ebenfalls von CADUS organisiert. Es erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern erheblich. Wegen der hohen Nachfrage haben wir das Personal an diesem Punkt mittlerweile verdoppelt.

In den drei Feldkrankenhäusern im Camp stehen derzeit insgesamt 90 Betten zur Verfügung, pro 1000 Bewohner*innen also 1,3 Betten. Zu wenig für 70.000 Menschen. Zum Vergleich: in Deutschland gibt es 8 Betten auf 1000 Einwohner*innen* – bei sehr guter medizinischer Gesamtversorgung und Frieden. Besonders mangelt es in al-Hol an Behandlungsplätzen für Notfälle, Operationen und Infektionskrankheiten. In einer zweiten, bereits angelaufenen Ausbauphase werden wir daher die Kapazitäten des Feldkrankenhauses unter anderem genau für diese Fälle erhöhen. Nach Fertigstellung werden zusätzlich 12 Betten bereitstehen und auch größere Operationen und deren Nachsorge möglich sein.




Trinkwasser als Krankmacher

Während die medizinische Versorgung in al-Hol immer weiter ausgebaut wird, gibt es immer noch große Probleme beim Trinkwasser. Die hohen Temperaturen in al-Hol sorgen für eine schlechte Wasserqualität, die wiederum zu einem Anstieg der Durchfallerkrankungen führt. Schuld daran ist die mangelhafte Ausstattung der Wasseraufbereitung und Lagerung.

Wir von CADUS wollen daher eine Möglichkeit schaffen, um wenigstens allen Patient*innen und Mitarbeiter*innen des Feldkrankenhaus sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen und die Desinfektion medizinischer Bereiche umfassend zu gewährleisten.



Das angelieferte Wasser für das Camp wird durch Zugabe von Chlor aufbereitet und so zu sauberem Trinkwasser. Doch bedingt durch weite Transportwege und lange Standzeiten wird das Chlor im Wasser verbraucht und die desinfizierende Wirkung lässt immer mehr nach. So kommt es oft erneut zur Verunreinigung bereits aufbereiteten Wassers, welches dann mangels Alternativen trotzdem an die Campbewohner*innen ausgegeben wird.


Desinfektion aus eigener Produktion

Um den Patient*innen und Mitarbeiter*innen im Feldkrankenhaus jederzeit sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können, will unsere Crew ein Gerät zur Herstellung von Chlor-Lösung mit nach Syrien bringen. Durch Elektrolyse kann das Gerät aus Salz und Wasser Natriumhypochlorit herstellen. Mit einem Liter dieser Chlor-Lösung können 4000 Liter Wasser ausreichend desinfiziert werden. Und das für umgerechnet nur 10 Cent Materialeinsatz pro Kubikmeter Wasser. Mit diesem Gerät kann das Krankenhaus dann relativ autark, kostengünstig und lokal seine eigene Chlor-Lösung herstellen, um Trinkwasser aufzubereiten und z.B. die Wassertanks zu desinfizieren.


Hierfür brauchen wir deine finanzielle Unterstützung!

Spende für ein Gerät zur autarken Trinkwasseraufbereitung im Geflüchteten-Camp al-Hol!


 
                     CADUS supports – support CADUS

*https://data.oecd.org/healtheqt/hospital-beds.htm 









Öffentlich kommentieren | Nachricht schreiben
Alle Kommentare zu diesem Projekt werden gebündelt unter Kommentare dargestellt.