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Mare Liberum - Menschenrechtsbeobachtung mit dem Schiff in der Ägäis

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Mare Liberum leistet mit einem Schiff Menschenrechtsbeobachtungen in der Ägäis. Ziel ist, die Aufmerksamkeit zurück auf die gefährliche Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland zu lenken und fundamentale Menschenrechte und Solidarität zu stärken.

Hanno B. von Mare LiberumNachricht schreiben

Mare Liberum beobachtet mit einem eigenen Schiff die Lage der Menschenrechte in der Ägäis. Als unabhängige Zeugen wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit zurück auf die lebensgefährliche und in Vergessenheit geratene Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland lenken. Immer noch sehen sich Menschen gezwungen, seeuntüchtige Boote zu besteigen, um an den Küsten der griechischen Inseln Zuflucht zu suchen. Dabei riskieren sie täglich ihr Leben, über hundert Menschen sind 2018 bereits im östlichen Mittelmeer ertrunken

Auf dem Weg übers Wasser werden die Flüchtenden mit staatlichen Akteuren - wie zum Beispiel Nato und Frontex - konfrontiert, die im Rahmen des europäischen Grenzschutzes nicht immer in Einklang mit fundamentalen Menschenrechten operieren. An dieser Stelle setzt Mare Liberum an: Mit unserer Zeugenschaft, Dokumentation und Berichterstattung wollen wir langfristig den Druck auf staatliche Akteure auf beiden Seiten der Grenze erhöhen, illegale Push- und Pullback-Aktionen durch unsere generelle Präsenz verhindern und im Zweifelsfall auf Menschenrechtsverletzungen verweisen. Mare Liberum möchte Solidarität und universelle Rechte stärken, als unabhängige Instanz fordern wir sichere Fluchtwege und ein Recht auf Bewegungsfreiheit für jedermann. 

Unser Einsatz geschieht vor dem Hintergrund einer andauernden Militarisierung der Grenzregion zwischen der Türkei und Griechenland. Die Abschottung der Europäischen Union in der Ägäis ist heute schwerwiegender als vor dem EU-Türkei-Abkommen 2016. Während die EU kontinuierlich versucht, ihre Außengrenzen für Migrant*innen aus dem globalen Süden zu schließen, bilden wir ein Korrektiv, um der Abschreckungspolitik und der Externalisierung der europäischen Grenzen etwas entgegenzuhalten. 

Die Ergebnisse unserer Mission werden wir mit der europäischen Öffentlichkeit teilen und sie der Lobby von Geflüchteten zur Verfügung stellen. Fotograf*innen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen laden wir ein, an unserer Mission teilzunehmen, um die aktuelle Situation kennenzulernen und über die Geschehnisse zu berichten. 

Schau auf unsere Homepage für mehr Infos: mare-liberum.org
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