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Mare Liberum - Menschenrechtsbeobachtung in der Ägäis

Ein Projekt von Mare Liberum
in Mytilini, Griechenland

Mare Liberum leistet Menschenrechtsbeobachtungen in der Ägäis. Ziel ist, die Aufmerksamkeit auf die gefährliche Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland zu lenken, Solidarität und fundamentale Menschenrechte zu stärken.

Hanno B.
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Mare Liberum e. V. beobachtet die Einhaltung von Menschenrechte für Geflüchtete in der Ägäis. Mit unseren beiden Schiffen und von Land aus dokumentieren wir die Situation auf der gefährlichen Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland, sowie auf den griechischen Inseln. Ziel ist es, Menschenrechtsverletzungen, wie Pushbacks zu dokumentieren und auf diese Aufmerksam zu machen. Als unabhängige Beobachter:innen veröffentlichen wir Recherchen, um die aktuelle Situation an der europäischen Grenze zu dokumentieren. 

Seit März 2020 ist Mare Liberum Zeugin einer dramatischen Zunahme von Menschenrechtsverletzungen in der Ägäis geworden, auf See wie an Land. Illegale Pushbacks, bei denen fliehende und migrierende Personen über eine Landesgrenze zurückgedrängt werden, spielen dabei eine besonders entscheidende Rolle. So sind Pushbacks, insbesondere im vergangenen Jahr, zu einer ebenso alltäglichen wie menschenverachtenden Realität für Menschen auf der Flucht geworden. Beinahe täglich passieren Pushbacks an der griechisch-türkischen Grenze. Allein im Jahr 2020 zählten wir 321 Vorfälle in der Ägäis, bei denen 9.798 Personen zurückgedrängt worden sind. Diese illegalen Praktiken, um Flüchtenden den Zugang zum europäischen Asylsystem zu verwehren, halten weiterhin an. Bereits in diesem Jahr konnten 102 Pushbacks von 3.052 Menschen dokumentiert werden (Stand: Mai 2021).

Als unabhängige Zeugen wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit zurück auf die lebensgefährliche und in Vergessenheit geratene Fluchtroute zwischen Türkei und Griechenland lenken. Immer noch sehen sich Menschen gezwungen, seeuntüchtige Boote zu besteigen, um an den Küsten der griechischen Inseln Zuflucht zu suchen. Auf dem Weg übers Wasser werden die Flüchtenden mit staatlichen Akteuren - wie zum Beispiel Nato und Frontex - konfrontiert, die im Rahmen des europäischen Grenzschutzes nicht immer in Einklang mit fundamentalen Menschenrechten operieren. 

An dieser Stelle setzt Mare Liberum an: Mit unserer Zeugenschaft, Dokumentation und Berichterstattung wollen wir langfristig den Druck auf staatliche Akteure auf beiden Seiten der Grenze erhöhen, illegale Push- und Pullback-Aktionen durch unsere generelle Präsenz verhindern und im Zweifelsfall auf Menschenrechtsverletzungen verweisen. Die Ergebnisse unserer Mission stellen wir der europäischen Öffentlichkeit vor und der Lobby von Geflüchteten zur Verfügung. Fotograf*innen, Journalist*innen und Wissenschaftler*innen laden wir ein, an unserer Mission teilzunehmen, um die aktuelle Situation kennenzulernen und über die Geschehnisse zu berichten. 

Mit unserer Arbeit möchten wir Solidarität und fundamentale Menschenrechte stärken. Mare Liberum ist politisch und religiös unabhängig und finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Mit deiner Spende  hilfst du uns gemeinsam auf die Menschenrechtsverletzungen an der europäischen Außengrenze aufmerksam zu machen und ein Zeichen für eine solidarische Politik für Geflüchtete in Europa zu setzen!