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Spendenaktion für ein Psychotraumazentrum in Burundi 2018

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vivo international und Psychologues sans Frontières Burundi wollen benachteiligten Bevölkerungsgruppen (z.B. Straßenkinder) in Burundi Zugang zu psychologischer Unterstützung zu ermöglichen und das Psychotraumzentrum Kira Agahinda zu etablieren.

Anselm C. von vivo internationalNachricht schreiben

Unser Ziel ist es gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation „Psychologues sans Frontières Burundi“ (PSF), in Bujumbura, der Hauptstadt von Burundi in Ostafrika, ein Psychotraumazentrum zu etablieren. Dadurch soll der von Bürgerkriegen und andauernder politischer Gewalt betroffenen armen Bevölkerung psychotherapeutische Unterstützung angeboten werden. Um unseren lokalen Fachkräften im Verlauf dieses Jahres ihre Arbeit zu ermöglichen und sie abzusichern, wollen wir im Rahmen dieses Crowdfundings innerhalb von sechs Wochen einen Teil der dringend benötigten Miete, der Betriebskosten (Krankenversicherung für lokales Personal; Vergütung für Sicherheitspersonal & Buchhalterin in Burundi; Strom & Wasser) und der Öffentlichkeitsarbeit (Website) finanzieren.

In Burundi dauerte bis ins Jahr 2005 ein ethnisch motivierter Bürgerkrieg an. Die Folgen dieses Krieges zeigen sich u.a. in der psychischen Gesundheit der Bevölkerung. Viele Erwachsene und Kinder leiden an Traumarisierungen, welche durch die politische Instabilität der letzten Jahre noch weiter verstärkt wurde. Unser Ziel ist es, ein dauerhaftes Therapieangebot für traumatisierte Personen vor Ort zu schaffen. Dadurch sollen insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen Zugang zu psychologischer Unterstützung erhalten. Im Verlauf der letzten Jahre hat unser Team bereits verschiedene Projekte in Burundi realisiert (http://www.vivo.org/burundi/). Im Rahmen von Reintegrationsprojekten für Straßenkinder  (https://sez.de/projekte/reintegration-von-straßenkindern-und-von-politischer-gewalt-betroffenen-kindern) wurden in den letzten 2 Jahren ca. 80 Familien und ihre Kinder intensiv betreut und mehr als 40 traumafokussierte Therapien realisiert. Die kontinuierliche Förderung der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg ermöglicht unserem Team in diesem Jahr Kinder, die auf den Müllhalden Bujumbura's ihren Lebensunterhalt suchen, und deren Familien, zu unterstützen. Durch den Zugang zu psychologischer, ökonomischer und medizinischer Versorgung sowie Bildung, wird gemeinsam mit den Kindern und deren Familien eine Zukunftsperspektive fernab der Müllhalden entwickelt.

Bei sämtlichen Projekten liegt unser Fokus auf der Bewältigung von Traumatisierungen und der Vorbeugung von Gewaltausübung. Therapeutisch wenden wir die Narrative Expositionstherapie (NET) an, in der unsere lokalen Psychologen sehr erfahren sind. Die NET ist ein wissenschaftlich fundierter, traumatherapeutischer Ansatz. Die Erfahrungen in Burundi, sowie in anderen vivo Projekten in Krisengebieten, zeigen eine deutliche Verbesserung der Traumasymptome nach der Behandlung und dadurch eine Erhöhung der Lebensqualität und des Funktionsniveaus im alltäglichen Leben. Da es uns ein großes Anliegen ist, den betroffenen Personen effektive Behandlungsangebote anzubieten, werden alle unsere Projekte wissenschaftlich evaluiert.

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